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So wird Ihr Garten winterfest

Der Herbst ist da – höchste Zeit, den Garten winterfest zu machen: Aufräumen, gegen Frost sichern, beschneiden und sich nebenbei an leuchtenden Herbstblühern freuen. Mit der richtigen Herbstpflege wird das kommende Gartenjahr ein Erfolg.


Rosen und Stauden winterfest machen

Schneiden Sie Rosen nach dem ersten strengen Frost auf ein Drittel bzw. auf fünf bis sechs Augen zurück: Die neuen Blüten sitzen an den frischen Trieben. Seitliche Verzweigungen von Kletterrosen kürzt man auf 10 cm ein, einmal blühende Strauchrosen werden lediglich ausgelichtet und abgestorbene Triebe entfernt.

Bedecken Sie die Rosen abschließend mit Rindenmulch, Reisig oder Stroh; Gleiches gilt für spätherbstliche Stauden. Kontrollieren Sie gelegentlich, ob der Schutz noch Luft durchlässt – ansonsten droht Fäulnis. Jetzt ist auch Zeit, Lücken mit Stauden aufzufüllen oder Stauden zu teilen. Dies gelingt im Herbst meist besser als im Sommer.


Blumenzwiebeln im Herbst

Setzen Sie Zwiebeln von Narzisse, Tulpe oder Hyazinthe Anfang September und in Gruppen von fünf bis zehn (Horsten). Graben Sie dazu ein Loch in dreifacher Tiefe der Zwiebelgröße. Auch Krokusse, Buschwindröschen oder Kaiserkronen bringt man im Herbst in die Erde.

Rücken Wühlmäuse an, beißen sie sich die Zähne aus: Setzen Sie Ihre Zwiebeln einfach in Pflanzkörbe aus Drahtgitter oder Kunststoff. Apropos Zwiebeln: Knollen von Dahlien, Begonien oder Gladiolen sind vor dem ersten Herbst Frost aus dem Boden zu holen - und überwintern im Keller.


Freilandpflanzen im Garten

Immergrüne Freilandpflanzen wie Kirschlorbeer, Rhododendron oder Bambus sind auch in der kalten Jahreszeit aktiv. Vor allem junge Pflanzen brauchen auch im Herbst ausreichend Wasser. Früh gepflanzt, haben diese genug Zeit zum Wurzeln.

Nadelgehölze wie Lebensbäume, Fichten und Tannen leiden mehr als Kiefern und lassen bei Wintertrockenheit komplette Triebbereiche abfallen. Nach Kahlfrösten ist zu gießen, sobald der Boden wieder offen ist. Kontrollieren Sie auch immergrüne Topfgehölze im Freiland, ob sie noch feucht sind - ihr Blätterdach lässt oft nicht genug Regen durch.

Frostempfindliche Freilandgehölze bedeckt man im Herbst mit Reisig oder Sackleinen, Ziergrashorste von Pfeifenputzergras und Chinaschilf kann man zusammenbinden. Geschnitten wird erst im Frühling, denn die welken Halme schützen die übrige Graspflanze.


Kübelpflanzen überwintern

Es macht Sinn, das Herbst bzw. Winterquartier schon im Spätsommer vorzubereiten. Kleinere Kübel Pflanzen und frostempfindliche Gehölze freuen sich über eine mit getrocknetem Laub gefüllte Kiste im Winterquartier, die ihren (gut feucht zu haltenden) Wurzelbereich schützt, während größere eine Hülle aus Sackleinen oder Luftpolsterfolie erhalten. Bei winterharten Kübelpflanzen wie Bauernhortensien oder dem blühenden Fingerstrauch wird der Kübel rundum eingepackt und an frostfreien Tagen gegossen.


Obstbäume, Beerensträucher und Gehölze im Herbst

Robuste Obstbäume wie Apfel, Birne oder Pflaume lassen sich auch im Herbst noch pflanzen oder teilen. Gepflücktes Obst wird in klassischen Obstkisten aus Holz eingelagert - nebeneinander, maximal in zwei Lagen übereinander und bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit.

Ein weißer Anstrich auf Tonmineral- oder Kalkbasis verhindert ein Reißen der Rinde. Auch Strohmatten, an der Südseite angelehnt, schützen vor Frost im Herbst. Gegen zu frühes Austreiben von Obstgehölzen wie Pfirsich oder Aprikose hilft die Versorgung der Wurzelscheiben mit einer Deckschicht aus Kompost, die die Blüte hinauszögert. Die Ruten der empfindlichen Brombeeren schützt man, indem man die Jungruten entlang der Strauchreihe ablegt und etwa 20 cm hoch mit Stroh bedeckt.

Auch während der Vegetationsruhe kann man Sträucher, Hecken und Koniferen schneiden und Blütensträucher auslichten. Birke, Ahorn und Obstgehölze erhalten einen Herbstschnitt, der das Wachstum junger Triebe anregt.


Gemüsebeete winterfest machen

Gemüsepflanzen wie Rettich, Spinat, Knoblauch und Feldsalat im Herbst noch pflanzen? Unter Folie kein Problem – geerntet wird im Frühjahr. Von September bis November, vor dem Frost, sind Winterkürbisse wie der bekannte Halloween-Kürbis erntereif. Bitte nicht zu früh ernten – dann leiden Haltbarkeit und Geschmack. Klingt die Klopfprobe hohl, ist Ihr Kürbis reif.

Tomatenstöcke entfernt man im Herbst mit Stumpf und Stiel: Meist enthalten sie Krankheitserreger, die die nächste Generation Tomatenpflanzen bedrohen. Pflanzenreste gehören daher nie auf den Kompost, sondern gleich in den Müll.

Anschließend wollen freie Böden und Beete gepflegt sein: Jäten Sie Unkraut und bedecken Sie diese großzügig mit Rindenmulch – so keimt im Frühjahr weniger Unkraut. Schwere Böden sind im Herbst umzugraben, leichte bis mittlere einfach aufzulockern.

Herbst Laub, Rasenschnitt und Holzabfälle schützen vor Witterungseinflüssen und versorgen den Boden mit Nährstoffen und Feuchtigkeit. Nährstoffe von Rohkompost sind dagegen verschwendet – verzichten Sie darauf und arbeiten Sie reifen Kompost ein, den Sie über eine Mulchschicht schützen und kalken Sie die freien Beete.


Rasen Pflege im Herbst

Rasen säen? Noch bis Ende November. Bessern Sie kahle Stellen im Rasen jetzt aus und verwöhnen Sie ihn mit einem kaliumhaltigen Herbst Rasendünger, der seinem Wasserhaushalt gut tut und ihn frostfest macht. Kaum noch betreten, kann der Rasen jetzt in Ruhe wachsen, besonders an milden Oktobertagen. Mähen Sie ihn bitte vor dem ersten Schnee, damit er nicht fault. Und sitzen Blumenzwiebeln im Rasen, dürfen Sie erst nach dem Ausblühen der Zwiebelpflanzen wieder mähen.

Ein Laubsauger plus Auffangsack mit eingebautem Häcksler sammelt das Laub von der Rasenfläche. Auf den Beeten bleibt es liegen – als natürlicher Winterschutz. Ansonsten gehören Laub und Schnittgut selbstredend in den Kompost, damit der Rollrasen atmen kann.

Alles erledigt? Nachdem Sie Ihre Gartengeräte gereinigt und einlagert haben, sollten Sie auch Ihrem Rasenmäher eine Grundsäuberung und Generalüberholung inklusive Tankentleerung gönnen - bevor er bis zum nächsten Frühjahr im Keller verschwindet.


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