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Gartenweg

Gartenwege gestalten - Mit unterschiedlichsten Belagsarten

Gärten als individuelle Rückzugsoasen tragen den unverwechselbaren Gestaltungsstempel ihrer Besitzer. Der Gartenweg macht hier keine Ausnahme und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild der Gartenanlage ein. Üppige Kräutergärten verlangen andere Gestaltungskonzepte als ein weitläufiger Privatpark – nicht zuletzt, was deren sichere Begehbarkeit und Rutschfestigkeit angeht.


Gartenweg aus Natursteinpflaster

Zeitlos aparte Pfade überdauern mehr als ein einziges Jahrhundert. Altes Steinmaterial wegwerfen? Kombinieren Sie erfrischend auflockernd mit neuem.

Echter Naturstein ist Mineraliengestein aus Quarz, Glimmer und Feldspat mit individueller Entstehungsgeschichte, Oberflächenbeschaffenheit, Verarbeitbarkeit, Einsatzoption und Robustheit. Folgende Faktoren bestimmen, wie viel Sie investieren:

Welches Material hat welche Eigenschaften? Schwer zu bearbeitender Basalt als Hartgestein schafft einen sehr haltbaren Belag für den Gartenweg, büßt allerdings bei permanenter Begehung an Griffigkeit ein. Anders der häufiger eingesetzte, in vielen Farbtönen erhältliche Granit.

Nicht ganz so abriebfest, aber optisch nicht unattraktiv: Grauwacke, ein dunkles Sedimentgestein aus dem Straßenbau. Liebhaber feinerer Struktur und rötlichbrauner Optik pflastern den Gartenweg mit gut spaltbarem Porphyr.


Gartenweg anlegen

Sie haben sich entschieden? Bereiten Sie die Natursteinfläche vor, indem Sie Unter- und Oberbau exakt dimensionieren bzw. auf die Verkehrsbelastung abstimmen. Eine Sandbettung sorgt für hohe Scherfestigkeit der Steine, während eine gebundene Tragschicht aus eingeharktem Trasszement den Halt der Steine untereinander verstärkt.

Verdichtet wird mittels Rüttelplatte, ein Pflasterhammer schlägt die Pflastersteine fest ein. Versehen Sie den Natursteinverband immer mit Randeinfassungen. Und damit Niederschlagswasser auch von diesen groben Oberflächen gut abfließt, müssen Sie bei diesem Gartenweg (im Gegensatz zu Platten- und Betonsteinflächen) für ausreichendes Gefälle sorgen.


Gartenwege aus Ziegel und Klinker

Naturstein in Kombination mit farbigem Klinker schafft optische Blickfangeffekte. Matt schimmernder Terrakotta gestaltet mediterranes Flair, verlegt als ausgezeichnet begehbarer Fischgrätenverband. Barfuß auf dem Gartenweg gehen? Kein Problem, dieses Material speichert die Sonnenwärme, ohne sich brennend aufzuheizen.

Gebrannte, offenporige Standardziegel sind leider anfällig gegen Frostabplatzungen: Verlegen Sie diese mit der widerstandsfähigeren, langen Schmalseite nach oben. Alternativ können Sie für den Gartenweg in frostfeste, doppelt gebrannte Ziegel investieren, die einfach, z.B. als Laufsteine zwischen Beeten, mit ihrer flachen Seite in die Erde gedrückt werden.


Gartenweg aus Holz

Barfußfans lieben Terrakotta und den Fußschmeichler Holz. Modernes Hartholz macht sich nicht nur optisch gut im Freien: Seine Wärmedämmeigenschaften sind vorbildlich, ohne sich an heißen Tagen zu stark aufzuheizen. Verlegt der Gartenweg aus Holz wird als Holzfliese oder Bodendiele. Aber Vorsicht: In weniger sonnen- und windverwöhnten Gartenbereichen droht Rutschgefahr.

Bei guter Pflege behaupten sich Holzbeläge gegen jede Witterung und härtere Abnutzung. Nicht nur heimische, kesseldruckimprägnierte Hölzer wie Lärche und Fichte (z. B. als senkrecht eingebrachte Rundhölzer) sind für Gartenwege beliebt, auch sehr haltbares Bangkirai sorgt in Kombination mit Granitgroßpflaster für besonderes Flair. Elegant, warmfarbig und doppelt so robust wie Eiche, ist es auch unbehandelt witterungsfest und nahezu astfrei. Im Laufe der Jahre zeigt Bangkirai eine silbergraue Patina.


Gartenplattenwege aus Stein und Beton

Lose verlegte Steinplatten und preisgünstige Betonplatten werden im Schrittlängeabstand auf Sand- oder Mörtelbett verlegt. Gegen hässliches Unkraut wird fugenlos oder mit Hilfe von Fugenmörtel verlegt. Diese pflegeintensiven Platten sind für durchgängige Gartenwege weniger gemacht.

Steinplatten gibt es in mehreren Varianten: Während raue Polygonalplatten durch ihre unregelmäßig gebrochenen Kanten einen rustikalen Charakter präsentieren, zeigen Natursteinplatten gleichmäßige Ränder. Für glatte Oberflächen und Kanten wird Naturstein maschinell geschnitten.

Beton dagegen wird nicht grundlos mit Skepsis beäugt: Er altert weniger ansprechend als Naturstein. Meist noch sehr stabil, tauschen viele Gartenbesitzer dieses Material vorzeitig aus. Kreativ verlegte Gartenwege aus Betonsteinpflaster dagegen müssen sich nicht verstecken: Durch ergänzenden Klinker und Naturstein erhalten sie eine unverwechselbare Optik.

Ein Natursteinmuster für den Gartenweg über Schablone? Alles geht: Entfernen Sie den Mutterboden, bauen Sie eine Filterschicht ein und bringen Sie eine Bretterschalung in Höhe der geplanten Betonschicht an, um den frisch angemischten Beton in diese Fläche einzufüllen.

Anschließend legen Sie eine Spezialschablone (von Rolle) auf den Beton auf und rollen diese etwa einen Millimeter tief ein. Nun wird ein Farbhärtepulver in die Schablonenflächen eingestreut. Nach Aushärten ziehen Sie die Schablone vorsichtig heraus. Nach einigen Tagen des Trockens besitzen Sie einen außergewöhnlichen Beton Gartenweg - in kreativer Natursteinoptik.


Weitere Belagsarten für Gartenwege

Natürlicher Rindenmulch aus schwer verrottbaren Rindenabfällen eignet sich mit seiner federnd-weichen Begehbarkeit für weniger frequentierte Gartenwege. Rindenmulch ist ein natürlicher Unkrautfeind, verbessert die Bodenqualität, reguliert die Temperatur und düngt den Boden. Leider neigt er dazu, sich auf schattigen Gartenwegen ohne Sonneneinstrahlung zu zersetzen; seine obere Lage muss regelmäßig erneuert werden. Alles, was Sie benötigen, ist eine Tragschicht aus Schotter oder Kies.

Altmodische Kieswege besitzen für viele den besonderen Charme alter Schlossparks. Einfach und preiswert angelegt, sind alle Arten von Gartenweg Formen möglich. Randeinfassungen aus Kleinsteinpflaster verhindern ein Wandern des Belagsmaterials.

Dennoch sind Kieswege pflegeintensiv - vernachlässigt, leidet die Gehfreundlichkeit in kürzester Zeit, Unkraut breitet sich in Windeseile aus. Für alle Belagsarten gilt: Gartenwege sind ständig Witterungseinflüssen ausgesetzt: Richtige Pflege bekämpft Schmutz, Moos und Unkraut – ohne chemische Keule.


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