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Rollrasen

Rollrasen

Manchmal sind schnelle Lösungen angezeigt. Alle, die weder Zeit oder Lust haben, Ihrem Rasen beim Wachsen zuzusehen, finden mit dem passenden Rollrasen eine attraktive Alternative. Stark beanspruchte Rasenflächen lassen sich durch Rollrasen schnell und dezent renovieren.

Ähnlich wie Rasensaatgut wird auch der fertige Rollrasen für spezielle Anforderungen, in unterschiedlichen Züchtungen und in bestimmter Wunschoptik angeboten: So passt Spiel- und Freizeitrasen an jeden Standort (ohne extreme Staunässe oder starke Trockenheit). Je nach Pflegeniveau gilt seine Belastbarkeit als mittel bis hoch: Man beschneidet regelmäßig auf 3,5 bis 4 cm und düngt etwa dreimal pro Jahr.

Ganz ähnlich wächst und gedeiht auch der anspruchslose Landschaftsrasen in allen Lagen. Seine Belastbarkeit ist leider gering. Dieser Rollrasen kommt gern als Begleitgrün von Verkehrsflächen oder zur Gestaltung landschaftsnaher Optik im Stadtbild zum Einsatz.

Der Gebrauchsrasen verträgt jeden Standort, nur keine Trockenheit und wird gern für Hausgärten sowie öffentliche Grünflächen mit mittlerer Belastung verwendet. Mit zunehmender Beanspruchung wächst auch bei diesem Rollrasen der Bedarf an Düngung und Schnitt.

Parkrasen gilt als hoch belastbar, aber auch höchst pflegeintensiv und wird bevorzugt in gepflegten Park- und Wohnanlagen sowie exklusiven Hausgärten verlegt.


Rollrasen verlegen

Fertig herangewachsen, schält eine Spezialmaschine Rasenbahnen von etwa 200 x 40 cm in 2-3 cm Tiefe ab, die anschließend zum Transport aufgerollt werden. Guter Rollrasen ist mindestens ein komplettes Jahr alt, seine Gräser sind voll entwickelt: Nur so sind schnelles Anwachsen und baldige Nutzung gewährleistet.

Wann verlegt man Rollrasen? Gegen Jahresende wächst er am besten an, kann aber auch im Winter ohne Weiteres verlegt werden.

Ohne optimale Bodenvorbereitung geht es nicht: Machen Sie alle Unebenheiten mit einem Rechen plan und entfernen Sie sorgfältig Erdklumpen und Steine sowie hartnäckige Wurzelfortsätze von Huflattich, Giersch oder Schachtelhalm. Sehr sandige oder lehmige, fette, schwere Böden sind mit Humus anzureichern bzw. zu lockern, indem man ausreichend Sand untermischt. Und Vorsicht – besonders Staunässe kann der Rollrasen gar nicht vertragen.

Abschließend verfestigt eine Rasenwalze (im Rollrasen Fachhandel oder Baumarkt zu leihen) den Boden. Nun sollten Sie der Fläche, die zwei Zentimeter unterhalb der späteren Rasenhöhe liegt, 14 Tage Ruhe gönnen. Während der Boden sich setzt, können Sie etwaige Unebenheiten noch ausgleichen.

Haben Sie am Abend vorher gut gewässert? Der große Tag und Ihr Rollrasen sind da: Harken Sie die Erde, an einer geraden Kante startend, etwa 1-2 cm tief auf. Bahnen werden nun Stoß an Stoß im Verbund verlegt. Alles Überlappende trennen Sie mit einem Beil ab und walzen anschließend alles gut an – in diagonaler Richtung zur Rasenkante.

Sofern Sie präzise vorgehen, ist Ihr grünes Prachtstück in wenigen Stunden fertig verlegt. Gut so, denn Zwischenlagern, wie kurzzeitig auch immer, schädigt den Rollrasen. Sofort betretbar, ist Ihr Fertigrasen schon nach wenigen Wochen zur vollen Nutzung bereit. Bis zum Anwachsen sollten Sie täglich wässern. Mähen dürfen Sie erstmals nach 3 Tagen – aber vorsichtig, nur die Rasenspitzen.

Diese Rasenlösung muss weder angedüngt werden, noch entwickelt sie Keimungskraut. Ansaatrisiko und Vogelfraß sind hier kein Thema. Im Schatten neigt Fertigrasen allerdings ebenso zum Vermoosen wie die gesäte Variante.


Rollrasen Kosten

Unschlagbare Vorteile, die simplem Aussäen den Rang ablaufen – oder? Doch auch Rollrasen hat seinen Haken: Bevor dieser Rasenteppich Ihren heimischen Hausgarten schmückt, hat der Hersteller bereits in ein Jahr Aufzucht und Pflege in der Rasenschule sowie Transport und Anlieferung dieses Schwergewichts investiert. Spezifische Qualitätsstufen wie Sport- oder Zierrasen lässt er sich über Aufpreis honorieren.

Gehen Sie von zwei bis zehn Euro pro Quadratmeter Rollrasen aus: Vierstellige Gesamtbeträge sind absolut üblich. Einzige Hoffnung - je mehr Fläche versorgt wird, desto niedriger der Quadratmeterpreis. So zahlt man für denselben Rasentyp bei einer Fläche von maximal 775 m² unter 3 Euro, während für ein kleines Areal von 25 m² fast 5 Euro pro Quadratmeter fällig werden.

Gehen Sie angesichts solcher Summen kein Risiko ein und machen Sie sich selbst kundig, indem Sie das jeweilige Preis-Leistungsverhältnis genau in den Blick nehmen. Werden Sie zum Rollrasen Experten, bevor Sie den Fachhandel aufsuchen, damit Sie exakt das bekommen, was Sie sich wünschen. Und: Nicht jeder Fertigrasen möchte auf jeder Fläche gedeihen und rächt sich mit hässlichen Dellen.

Wie gesagt – Rollrasen ist nicht billig. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie Ihre grüne Fertig-Oase direkt durch den Fachbetrieb verlegen lassen.


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