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Parkett Boden

Parkett Boden

Unter Parkett ist ein Hartholzfußboden aus Brettchen oder Tafeln zu verstehen, deren Holz normalerweise aus Laubbäumen (Eiche, Nussbaum) gewonnen wird. Es ist ein Fußbodenbelag in hochwertiger Qualität, der einen belastbaren Untergrund braucht. Die sichtbaren Jahresringe auf dem Holzboden nennt man Holzpflaster. Ein Dielenboden hingegen besteht aus langen Brettern und benötigt keinen tragfähigen Untergrund.

Unterschieden werden Massiv-Parkettböden, Parkettdielen, Massivdielen, Tafelparkett und Fertigparkett.


Massiv-Parkettböden

Massivparkett ist aus Massivholzstücken, wird roh verlegt und in mehreren Gängen abgeschliffen. Die Behandlung der Oberfläche (Nutzschicht) erfolgt durch Lack, Öl oder Wachs. Heute ist Massivparkett auch als Fertigparkett zu kaufen, dessen Oberfläche (Nutzschicht) bereits behandelt wurde.

Bis circa 1970 wurden Mosaik Parkett und andere Varianten, wie zum Beispiel Hochkantlamellenparkett mit bitumenhaltigen Klebern oder mit Teer versetzten Klebstoffen auf Zement oder Asphalt verklebt. Diese Kleber enthielten polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe, die Krebs erzeugen können. Diese Produkte waren gefährlich, weil sie durch das Betreten lose gewordener Parkettteile zerrieben wurden.

Der zu Pulver gewordene Leim verteilte sich dann in der Raumluft und wurde eingeatmet. Wer heute noch einen Parkett Boden hat, dessen Verlegung in den 70er Jahren erfolgte, sollte sich von einem Fachunternehmen beraten lassen.

Parkettdielen bestehen aus Parkettstäben, die 2 bis 3 Meter lang sind und zu einer Diele zusammen geleimt werden. Massivdielen sind aus einem massiven Stück Holz, etwa 12 cm breit und 1,20 m lang. Die Königin unter den Parkettböden ist das französische Tafelparkett. Rauten und Sterne aus verschiedenen Hölzern (Eiche, Nussbaum) werden kunstvoll zu quadratischen Tafeln verleimt.


Das Fertigparkett

In allen Baumärkten oder im Holzhandel finden Sie Fertigparkett im Angebot. Die Auswahl der Produkte ist groß und macht so einen gemütlichen Holzfußboden für jeden erschwinglich, der sich die Verlegung von Fertigparkett (oder auch Laminat) selbst zutraut.

Parkett ist einfach zu verlegen, weil die einzelnen Elemente bereits mit Nut und Feder ausgerüstet sind und nur noch mit hellem Leim zusammen gesteckt werden. Dieses klassische Nut- und Federparkett wird inzwischen immer häufiger durch das sogenannte Loc-Parkett oder Klick-Parkett (oder auch Klick-Laminat) ersetzt, die keinen Kleber benötigen.

Fertigparkett Elemente haben eine Sandwichkonstruktion. Die oberste Schicht ist aus etwa 5 mm wertvollem Holz mit der Maserung in Längsrichtung. Die mittlere Schicht besteht aus quer angeordnetem Nadelholz. Die dritte Schicht ist auch aus Nadelholz, und die Maserung verläuft wieder in Längsrichtung. Ein Unterbau aus Spanplatten ist ebenfalls möglich und (online) erhältlich.


Parkettboden verlegen

Parkett ist nahezu auf jedem Untergrund zu verlegen, ob auf alten Dielen oder Estrich. Bei der Verlegung auf Estrich wird eine Folie als Feuchtigkeitssperre empfohlen. Teppich Böden oder PVC-Böden können als Untergrund liegen bleiben und sind eine gute Unterlage. Der Untergrund muss trocken und sauber sein.

Wer mit einem unebenen Fussboden Probleme hat, verteilt im Abstand von 60 cm Lagerhölzer und legt das Parkett darauf. Die Hohlräume können mit Hartschaum gefüllt werden und dienen dann auf der anderen Seite zusätzlich als Dämmstoff. Bei Lagerhölzern werden 23 mm starke Elemente für den Holzfußboden gebraucht. Auf altem Teppichboden oder Dämmfilz reichen 7,5 bis 14 mm dicke Platten.


Parkett abschleifen

Die Oberfläche (Nutzschicht) von Fertigparkett ist lackiert. Der Boden ist strapazierfähig, weil das Parkett mehrfach gestrichen und mit einem strapazierfähigen Lack bearbeitet wurde. Deshalb ist der Belag sofort nach dem Verlegen begehbar und leicht zu reinigen. Spezielle Pflegeprodukte (Zubehör), regelmäßig angewandt, schützen das Holz.

Im Gegensatz zu Textilfußböden ist Parkett ein Bodenbelag fürs Leben, eine langfristige Investition. Sieht der Holzboden nicht mehr schön aus, kann er maschinell abgeschliffen und danach mit Öl oder Lack versiegelt werden. Der Boden ist dann wieder wie neu.

Bei richtiger Pflege mit dem entsprechendem Zubehör können sie noch nach Jahrhunderten gut aussehen, sagen Experten, die sich mit Parkettfußböden in alten Schlössern auskennen.

In Badezimmern und Feuchträumen sollte man bisher auf Holzfußböden verzichten. Inzwischen bietet der Handel aber spezielles Feuchtraumparkett an, das sich gut mit dem Klima in Bad und Küche verträgt


Trittschalldämmung Parkett

Parkett sorgt für gute Luft und dämmt Wärme und Schall. Auch ohne Wärmedämmung ist Fertigparkett mit seiner 2 cm dicken Holzschicht eine ideale Wärmeisolierung. Parkett darf auch auf einer Fußbodenheizung verlegt werden. Außer der Trittschalldämmung muss zusätzlich eine Dampfsperre berücksichtigt werden. Experten raten allerdings, in diesem Fall einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Der Trittschall wird spürbar reduziert, wenn eine dünne Schaumstoffmatte oder Dämmfilz als Dämmlage unter das Parkett gelegt wird.

Ein Holzfußboden reguliert das Raumklima positiv, weil Holz ein gesunder, hygrostatischer Werkstoff ist, der hygienisch und für Allergiker ideal ist. Die Holzarten, aus denen Parkett hergestellt wird, sind unter anderem Eiche, die eine schöne und kontrastreiche Maserung hat, Buche ist rötlich braun, Ahorn wirkt gelblich und ist härter als Eiche, Fichte ist helles, weiches Holz, Birke ist sehr haltbar und ganz hell, und Lärchenholz hat einen rötlichen Ton. Außereuropäische Holzarten, die als Fußbodenbelag in Frage kommen, sind Afzelia, Jatoba, Eukalyptus, Landa, Peroba, Merbau, Teak, Palisander, Zebrano und auch Bambus.

Finden Sie weitere Informationen über Qualität und Optik von Korkböden, Laminat und Linoleum für Räume im Wohnbereich auf den folgenden Artikel.


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