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Fussboden Heizung

Fußbodenheizung - besser als ihr Ruf

Nicht nur im Neubau gehören Fußbodenheizungen längst zum komfortablen Standard – auch bei der Modernisierung älterer Gebäude wird immer öfter eine Fußbodenheizung (zählt zur Kategorie der Flächenheizung) eingebaut. Fußbodenheizungen vertragen sich gut mit thermischen Solaranlagen, die für einen hohen Deckungsgrad auf niedrige Vorlauftemperaturen angewiesen sind.

Eine moderne Fussbodenheizung bietet viele Vorteile: Ohne optisch störenden Heizkörper verteilt sich die Wärme gleichmäßig und bewirkt aufgrund der kaum nennenswerten Luftzirkulation ein ausgezeichnetes Raumklima, besonders für Hausstauballergiker und Asthmatiker. Für Menschen, die über Durchblutungsstörungen der Beine klagen, ist die Fußbodenheizung allerdings nur bedingt geeignet.


Wie funktioniert eine Fussboden Heizung?

Wärme steigt vom Boden auf, um anschließend von Wand und Decke abzustrahlen. Der Effekt: Vergleichsweise niedrige Raumtemperaturen sparen Energie und damit bares Geld – ein hochmodernes, gut geplantes System vorausgesetzt. Vielen erscheinen die Stromkosten einer Fussboden Heizung dennoch zu hoch, manche scheuen ein eventuelles Aufstemmen des Estrichs (im Fall von Leckagen). Außerdem benötigt eine Warmwasser Fussbodenheizung lange Vorlaufzeiten: Die Räume sind nie von jetzt auf gleich wohltemperiert.

Funktion und Wirkung der Fussboden Heizung und die Heizlast von Räumlichkeiten stehen in direktem Zusammenhang. Unter Heizlast wird die Wärmeenergie verstanden, die ein warmer Raum pro Stunde an kältere Umgebungsbereiche abgibt sowie der Lüftungswärmebedarf (etwa durch Lüften oder nachströmende Kaltluft aus undichten Bereichen). Diese Kaltluft will ebenfalls erwärmt sein.

Ein Beispiel: Beträgt die Wunschtemperatur 20 Grad, ist eine Fußbodenheizung, die 100 % der Heizlast erbringt, an der Oberfläche 24 Grad warm. Bewirkt Fremdwärme wie Sonnenlicht 22 Grad, reduziert sich somit die Heizleistung auf 50 %. Bei einer Raumtemperatur von 24 Grad schließlich fließt keinerlei Wärme mehr vom Boden Richtung kalter Raumluft: Bei Fehlen einer Temperaturdifferenz sinkt die Leistung der Fußbodenheizung auf Null.

Und fällt umgekehrt die Temperatur im Raum extrem, etwa auf 16 Grad, sieht sich die Fussboden Heizung gezwungen, 200 Prozent Leistung zu bringen. All diese Effekte passieren ungeachtet einer raumtemperaturabhängigen Regelung. Bodenfühler oder so genannte Bypass-Systeme, die das die Heizschlangen passierende Volumen reduzieren, können hier sinnvoll sein.


Welcher Bodenbelag ist für die Fußbodenheizung ideal?

Ganz gleich, ob klassisch warmwasserbetriebene oder elektrische Fußbodenheizung - beide lassen sich problemlos in fast alle Bodenarten verlegen. Fliesen, Keramik und Naturstein leiten hervorragend. Ökologischer Klimaboden aus Keramik als Fußbodenheizung punktet mit einer niedrigen Vorlauftemperatur.

Fliesen werden, sobald der dünne, schnelltrocknende Estrich begehbar ist, auf einer Spezialmatte verlegt. Hier ist nur wenig Estrichmasse aufzuheizen – diese mit um 30 Millimetern sehr flache Fussboden Heizung wird besonders energiesparend betrieben. Dabei sind robuste, spannungsarme Keramik-Klimaböden für einen Betrieb durch Wärmepumpen wie gemacht.

Als Holzbelag für eine Fussbodenheizung können heimische Hölzer wie gut wärmeleitende Buche oder Eiche empfohlen werden. Doch nicht jede Art Holzboden ist für die Installation geeignet: Bei Ausdehnen des Holzes bilden sich Fugen. Verwenden Sie schmale Parkettstäbe - der ansonsten hoch im Kurs stehende Schiffsboden mit seinen großen Planken kommt hier leider nicht in Frage. Auch speziell gekennzeichnete Teppich-, Laminat- und Korkböden, aber auch PVC vertragen sich mit der Fußbodenheizung.


Elektrische Fußbodenheizung

Dieser Typ temperiert Küche, Bad und Wintergarten über eine großflächige Abgabe (daher Flächenheizung) behaglicher Strahlungswärme – ganz ohne Tank- und Heizkeller oder Wartungskosten. Die Installation einer elektrische Fußbodenheizung ist einfach und schnell und macht im Sanierungsfall kaum Probleme.

Auf Maß geschnitten, rollt man die elektrische Fußbodenheizung ähnlich wie einen Teppichboden auf dem Estrich aus und verlegt die Fliesen darüber. Hersteller haben kaum zweieinhalb Zentimeter flache Dünnbett-Heizmatten oder Heizkabel entwickelt, die in einen Oberbelag aus Ausgleichsmasse oder Flexkleber eingebettet werden.

Damit sich die neue Fussbodenheizung nicht als Stromfresser unbeliebt macht, sorgt eine präzises Thermostat für exakt angepasste Temperatur und entsprechendes zeituhrgesteuertes Ein- und Ausschalten der Heizung. Moderne elektrische Fußbodenheizungen lassen sich drahtlos mit Hilfe einer zentralen Bedieneinheit für jeden einzelnen Raum regeln.


Warmwasser Fußbodenheizungen

Warmwasser Fußbodenheizungen können konventionell mittels Öl oder Gas, aber auch über Pellets und Solarthermie betreiben werden. Diese Fußbodenheizungen haben eine relativ lange Vorlaufzeit. Heizanlage und Rohboden sind thermisch getrennt – Wärme wird ausschließlich in den Raum abgegeben. Die Aufbauhöhe ist angenehm gering – ein Nachrüsten von Altbauten daher einfach möglich.

In den Rohren zirkuliert auf maximal 40 Grad erhitztes Wasser, gelenkt durch einen Heizkreisverteiler. Ein Temperaturfühler meldet an den Regler, der Stellsignale an die Motorstellventile sendet. Auch diese Fussboden Heizung lässt sich drahtlos regeln, die Umwälzpumpe muss allerdings separat gesteuert werden.


Fussboden Heizung nass oder trocken verlegen?

Nasssysteme eignen sich für die Verlegung flexibler Kunststoffrohre im Neubau, die dann in Heizestrich eingebettet und fest fixiert werden. Hier stehen Noppenplatten-, Trägerelement-, Klett- und Klemmschienensysteme zur Wahl.

Eine Fußbodenheizung nachträglich im Trockensystem zu installieren, erfolgt mittels vorgefertigter Bodenelemente, in welche die Rohre eingebracht werden. Vorteile: Von gelegentlichem Durchspülen gegen Verschlammung abgesehen, müssen langlebige Kupfer- und PE-Rohre nicht gewartet werden. Unter Holzfußböden dagegen sitzen leichte, dämmende Polystyrol-Verlegeplatten, die sich individuell zuschneiden lassen und mit einem Aluminium-Profilblech beschichtet sind. Nuten im Aluprofil nehmen hier die Heizleitung auf.


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