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Was ist Kork?

Die lateinische Bezeichnung für Kork ist cortex und bedeutet Rinde. Die Rinde wird als sekundäres Abschlussgewebe bei Pflanzen bezeichnet, das, wenn die Pflanze dicker wird, vom Korkbildungsgewebe, das auch Korkkambium genannt wird, um Wurzeln, Knollen und Stämme gebildet wird. In den Korkzellen, die dicht aneinander liegen, wird Korkstoff eingelagert. Biologen nennen diesen Stoff Suberin.

Durch das Suberin verhält sich Kork Wasser und Gas gegenüber abweisend und bietet damit Schutz vor Verdunstung. Es isoliert gegen Kälte und Wärme. Das spezifische Gewicht für Kork ist 0,2 bezogen auf 1,0 für Wasser.

Für Kork gib es viele Verwendungen, zum Beispiel als Flaschenverschluss, in der Linoleum-Industrie oder der Schuhbranche. Die alten Römer nutzten Kork für Bienenstöcke und Schiffs-Zubehör, die Ägypter für ihre Särge. Heute ist Kork ein beliebter Boden Belag geworden.


Die Herstellung von Kork als Bodenbelag

Nicht jeder Baum produziert eine ökonomisch sinnvoll nutzbare Natur Rinde. Erfahrungen zeigen, dass Kork fast ausschließlich aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird. Die Korkeiche ist im Mittelmeerraum beheimatet, ist etwa 20 m hoch und hat einen Umfang von 5 m. Korkeichen finden sich in Südfrankreich, Korsika, Sardinien, Sizilien, Portugal, in nordafrikanischen Ländern wie Algerien, Tunesien und Marokko, in Australien, in Südamerika, aber auch in Japan, Korea und China.

Die Nutzung beginnt erst ab einem Baumalter von 15 bis 20 Jahren. Die erste Rinde wird als männliche Rinde bezeichnet und ist unbrauchbar. Alle 8 bis 12 Jahre produziert das Korkkambium den schönen, weichen Kork, der weiblicher Kork genannt wird. Die Ernte kann angeblich 150 Jahre erfolgen. Den wertvollsten Kork liefern Korkeichen, die zwischen 50 und 150 Jahren alt sind.

Der zunehmend weichere Kork wird zu Flaschenkorken verarbeitet, und aus deren Resten entstehen Korkplatten, die gemahlen werden. Diesem Korkgranulat werden Bindemittel zugegeben, unter hohem Druck im Vakuum erhitzt und anschließend in Blockform gepresst.

Aus den Korkblöcken werden die Verlegeplatten für den Fußbodenbelag (Haro) hergestellt. Die Bindemittel sind Polyurethanharze, die nur eine kurze Zeit riechen und gesundheitlich unbedenklich sind oder Phenolharze, die eine längere Zeit ausdünsten und die Gesundheit empfindlicher Menschen beeinträchtigen können.


Zwei Arten von Kork Boden

Es werden zwei Arten beim Korkboden unterschieden. Einschichtig massive und mehrschichtig furnierte Korkbeläge. Ein furnierter Korkboden hat im Gegensatz zum massiven Kork ein aufgeklebtes Korkfurnier, das dekorativ eingefärbt auf den massiven Korkbelag geklebt wird.

Um die Abriebfestigkeit zu steigern, werden furnierte Korkplatten mit Siegellack bearbeitet. Bei eingefärbten Fliesen muss die Farbe mit dem Lack übereinstimmen, um unschöne Verfärbungen zu vermeiden. Bei ungefärbten Korkplatten können Öle und Wachse verwendet werden.

Im Handel (online inkl Zubehör und Versand) wird Korkparkett als Fliesen angeboten, die voll verklebt werden. Alternativ dazu gibt es Korkfertigparkett (Haro), das mit Nut und Feder schwimmend verlegt werden kann. Korkparkett Systeme mit dem Klick-System benötigen keinen Klebstoff.


Korkboden - die Vorteile

Kork als Natur-Produkt hat gute Eigenschaften, die von keinem synthetischen Werkstoff übertroffen werden. Gepresste Korkplatten mit unterschiedlicher Verdichtung werden zur Wärmedämmung oder zum Schallschutz eingesetzt. Neben der ausgezeichneten Elastizität ist Kork unempfindlich gegen Feuchtigkeit, aber durchlässig für Wasserdampf, widerstandsfähig gegen Pilze, Bakterien und Insekten, verträgt kurze Wärmebelastungen und lässt sich angenehm verarbeiten.

Korkfertigparkett kann im ganzen Haus eingesetzt werden, im Kinderzimmer, Wohnzimmer, selbst in der Küche oder im Bad. Kork als Naturprodukt hat eine wunderbare Schalldämmung, ist gemütlich warm und für sensible Menschen, die zu Allergien neigen, perfekt.

Kork ist schwer entflammbar. Da er eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit hat, zeichnet er sich als guter Dämmstoff aus. Als Naturmaterial ist er antistatisch, kleinere Stromschläge beim Anfassen der Türklinken oder Heizkörper bleiben aus, wenn geheizt wird.


Kork Fertigparkett

Weil Kork ein weiches und elastisches Material ist, kann es leicht verarbeitet werden. Wie Fertigparkett wird inzwischen auch Kork Fertigparkett mit Klick-System (Haro) im Handel (online inkl Zubehör und Versand) angeboten. Wenn die Platten verlegt worden sind, müssen sie versiegelt werden, weil sie sonst zu empfindlich sind und nicht geputzt werden können.

Nach einiger Zeit wird eine zusätzliche Lackierung notwendig. Für stark beanspruchte Räume wird Korkparkett mit einem PVC Belag empfohlen. Der Nachteil ist dann allerdings, dass eine neue Versiegelung ausgeschlossen ist und ein neuer Fußbodenbelag gekauft werden muss.

Wer Steinfliesen mag, sie aber als zu kühl empfindet, kann sich einen Korkboden anschaffen, der genau wie Fliesen aussieht, aber angenehm warm ist. Der Korkboden ist einfach zu pflegen. Er wird gefegt oder gesaugt und gelegentlich leicht feucht aufgewischt.


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