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Schornstein und Heizsystem - ein perfektes Team

Kamin, Heizsystem und Brennstoffart sollten reibungslos und umweltgerecht zusammenwirken – so verlangen es aktuelle Abgas- und Energieeinsparverordnungen. Denn brennstoffbetriebene Feuerstätten und Heizungen erzeugen Schadstoffe wie Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid. Nur sichere Kamine leiten diese effizient ab und schützen die Baukonstruktion vor übermäßiger Wärmebelastung.

Verbrennt man in Öfen feste Stoffe wie Holz, Kohle oder Pellets, geht es nicht ohne rußbrandresistenten Schornstein, der säurefest, feuchteunempfindlich und temperaturbelastbar ist und Geräusche der Heizungsanlage mindert. Gasförmige und flüssige Brennstoffe wie Gas und Öl erfordern eine Abgasleitung mit variablen Eigenschaften – für einen einfachen Wechsel von Betriebsweise oder Brennstoff.


Welche Kamine bzw. Schornsteine gibt es?

Zum einen dreischalige Kamine aus Mantelstein mit Innenrohr plus Dämmung sowie zweischalige als Schacht plus Innenrohr. Daneben existieren einschalige Modelle aus einem mineralischen Schacht sowie dreischalige Schornsteine aus doppelwandigem Edelstahl.

Einschalige Schornsteine aus Leichtbeton genügen den neuen Anforderungen moderner Heizungssysteme kaum noch, denn sie sind rissanfällig, selten feuchtesicher und für einen raumluftunabhängigen Betrieb von Feststoff-Öfen nicht mehr geeignet.

Dreischalige, feuchtesichere Kamine gelten als moderne Lösung, denn sie wirken wärmedämmend, speichern die Abgaswärme, vergrößern den Unterdruck und sind unkompliziert im Einbau. Zweischalige eignen sich für die Ableitung von Abgasen, die per Überdruck das Gebäude verlassen.

Besitzer zweizügiger Schornsteine können neben der Hauptheizungsanlage auch Kamin oder Kachelofen anschließen. Bei nachträglichem Einbau von Holzheizung, neuen Kachelofen oder Kaminofen mit Fassadenschornstein sollten Sie immer ein mehrschaliges, nicht brennbares Gesamtsystem mit frostfester Gründung wählen.

Ein Kaminaufsatz verbessert die Strömungssituation zusätzlich, verlängert das freie Kaminende und schützt die Einmündung gegen Wind und Wetter. Nutzt man feste Brennstoffe im Ofen, wird das Ablöseverhalten der Rauchgasfahne optimiert.


Welcher Kamin für welches Heizsystem?

Gemauerte Kamine

Offene, gemauerte Kamine ohne Heiztür erzeugen beim Abbrennen des Holzes im Ofen angenehme Wärmestrahlung, aber ziehen leider warme Raumluft über den Schornstein nach außen: Wenngleich ein solcher Kamin Atmosphäre schafft, eignet er sich kaum zum Beheizen – sein Wirkungsgrad ist schlecht. Feuerraumöffnung und Querschnitt bzw. Höhe des Schornsteins müssen besonders exakt aufeinander abgestimmt sein.

Daneben sind offene Kamine vom Schornsteinfeger abzunehmen, da sie laut Kleinfeuergasanlagen-Verordnung nur zeitweilig und mit naturbelassenem Holz betrieben werden dürfen. Ihr Luftbedarf ist immens und erfordert eine separate Zuluftführung aus Keller, Nebenraum oder von draußen. Wer doch Verbrennungsluft aus der Raumluft entnimmt, muss einen Rauminhalt von wenigstens vier Kubikmetern pro Kilowatt Nennwärmeleistung vorweisen. Faustformel: Einem Quadratmeter Feuerraumöffnung steht ein Luftbedarf von 360 Kubikmetern pro Stunde gegenüber.

Besser, Sie rüsten Ihren gemauerten, einschaligen Kamin nach. Da er zum Versotten durch Kondensatbildung neigt, eignet er sich nicht für moderne Wärmeerzeuger mit niedrigen Abgastemperaturen (Niedertemperaturkessel). Sanieren Sie, indem Sie eine neue Abgasleitung aus Keramik, Kunststoff oder Edelstahl einziehen.

Eine Alternative finden: Ein kleinerer, allergikerfreundlicher, gemauerter Grundofen ohne Feinstaubentwicklung, der mit Scheitholz oder Pellets bestückt wird. Beim offenen Kamin entweicht kostbare Wärme durch den Schornstein, der sparsame Grundofen speichert die Wärme bis zu zwölf Stunden. Wärme entweicht nur langsam über steigende bzw. fallende Kanäle Richtung Schornstein.

Informationen zum Edelstahl Schornstein

Edelstahl Schornsteine aus einwandigem oder doppelwandigem Edelstahlrohr eignen sich für Brennwerttechnik, egal ob Erdgas- oder Ölbrennstätte. Edelstahlrohre sind kondensatsicher und druckfest. Dreischalige, wärmegedämmte Edelstahl Schornsteine im Baukastensystem bieten sich für die Sanierung trockener, nasser und druckdichter, einwandiger Schornsteine sowie Luft-Abgas-Schornsteine an und sanieren offene Kamine, Kaminöfen, Kachelöfen sowie Öl- oder auch Gasheizungen.

Für einen innovativen Luftabgas Edelstahl Schornstein für die Außenwand benötigen Sie in Deutschland neben der Zulassung der Bauaufsicht eine Baugenehmigung durch das Bauaufsichtsamt. Moderne Schraubverbindungen garantieren gute Zugsicherheit; auch bei kleinerem Querschnitt ist schnelles Versetzen machbar. Alle Brennstoffe, ob fest, flüssig oder gasförmig, sind möglich. Sogar der Einbau in Wohnanlagen ist denkbar einfach: Nur für den Anschluss des Heizgerätes muss aufgestemmt werden – ansonsten zieht man dieses System einfach von oben ein.

Keramik Kamine

Keramikrohre eignen sich hervorragend bei Brennwerttechnik mit Heizöl. Diese robusten Kamine halten schwefelhaltigen Abgasen, Säuren und Hitze gut stand. Ein Keramikschornstein gilt als langlebig, für alle Brennstoffe geeignet und unempfindlich gegen Kondenswasser – hier ist kein Versotten zu befürchten. Wer Festbrennstoffe verheizt, muss vorher für eine extra Wärmedämmung sorgen. Wer saniert, lässt dieses Kaminrohr vom Dach ausgehend ab und versetzt die Rohrsäule per Ablasswinde.

Kunststoffkamine

Auch flexible, kondensatresistente Kunststoff Ofenrohre sind für Erdgas bei Brennwerttechnik geeignet. Moderner Kunststoff ist nicht nur fugenlos, sondern auch weichmacherfrei, wie z. B. Polyvinylidenfluorid (PVDF). Ganz besonders sind Kunststoffrohre für Gasetagenheizungen zu empfehlen – schnell über flexible Endlosleitungen installiert.

Universalkamin

Universalkamine halten, was ihr Name verspricht, ermöglichen alle Brennstoffarten und Heizsysteme und sind mit Keramik- oder auch wärmegedämmten Edelstahlrohren zu haben. Werkseitig mit einer Wärmedämmung aus Spezialschaum und Leichtbeton ausgestattet, sitzen Keramikprofilrohre in praktischen und sehr dichten Muffen-Steckverbindungen.

Die Betriebstemperatur ist aufgrund der geringen Wandstärke schnell erreicht. Auch die einfache Montage überzeugt: Verbinden Sie die leichten Mantelsteine über Dünnbettmörtel, verfugen sie mittels Fertigmasse und versehen Sie das Ganze mit einer Kopfabdeckung aus Leichtbauteilen.

Der richtige Pellets-Kamin

Energiesparen mit Pellets liegt im Trend. Und mit dem richtigen Schornstein ist die preiswerteste Energie die, die gar nicht erst gebraucht wird. Dies leistet ein besonders wärmegedämmter, perfekt dichter Schornstein, der nach dem Wärmetauscherprinzip arbeitet und W3G-geprüft ist. Denn nur so dürfen Pelletheizungen betrieben werden: W steht feuchteunempfindlich, 3 für seine zusätzliche Eignung für Gas, Öl und andere Festbrennstoffe, G für russbrandbeständig.

Diese Kamine aus isostatischem Keramikprofilrohr sind auch als zweizügige Variante mit Zufuhr von Verbrennungsluft für ein Anschließen von Kachelofen oder Kaminofen zu haben.

Sind alle Anforderungen des Deutschen Institutes für Bautechnik erfüllt, ist dieser Schornstein nicht nur voll passivhaustauglich, sondern eignet sich sogar für den Betrieb mit Biomasse wie Getreide, Pflanzenöl oder Biogas.


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