Bauen & Renovieren | Wohnen & Einrichten | Garten | Dekorieren & Basteln

Bauen & Renovieren

» Bauen
» Heizen
» Renovieren
   - Wandfarbe
   - Bodenbeläge
   - Fliesen legen
   - Trockenbau
   - Hochbett bauen
   - Schimmel bekämpfen
   - Entfeuchtungsgeräte
   - Schädlingsbekämpfung
   - Insektenschutzgitter
   - Naturstein
   - Alarmanlage
   - Sprechanlage
   - Rauchmelder
   - Feuerlöscher
   - Treppen Lift
» Energie
» Finanzieren
» Versichern
Home - Bauen & Renovieren - Renovieren - Dachbeschichtung

Dachbeschichtung – preisgünstige Alternative zu einer neuen Dacheindeckung?

Ein von Moos, Algen, Pilzen oder anderem Bewuchs bedecktes Dach, auf welchem sich mit den Jahren naturgemäß auch viel Schmutz ablagert (Abgase, Vogelkot etc.) muss nicht zwingend frisch grundsaniert werden, damit es wieder ansehnlich und intakt ist.

Solange die Dacheindeckung keine hochgradigen Materialschäden oder andere Funktionsmängel aufweist, kann eine fachmännisch ausgeführte Dachbeschichtung als wirkungsvolle ästhetische Verschönerung ausreichen, welche gegenüber einer aufwendigen und teuren Rundum-Dachsanierung immense Kosten einspart (bis zu ca. 70 Prozent) und dabei einen gleichwertigen optischen Effekt erreicht.

Doch nicht nur der visuelle Eindruck, der über die Jahre durch UV-Strahlung, Temperaturschwankungen, sauren Regen und dergleichen leidet, verändert sich zum Positiven – eine hochwertige, unverdünnte Dachbeschichtung bedeutet in jedem Falle eine garantierte Wertsteigerung für das Gebäude und bietet nachhaltigen Schutz vor Umwelteinflüssen.

Eine ledigliche Oberflächenverwitterung der Betondachziegel, die durchaus schleichende Schäden verursacht und ohne Zweifel eine Gefahr für die gesamte Dachkonstruktion darstellen kann, ist kein zwingender Grund dafür, das langlebige, noch vollkommen intakte Material der Eindeckung komplett auszutauschen. Hier bietet sich eine kostengünstigere Dachsanierung an.


Dach Beschichtung - die Vorteile

Farblich individuell wählbare Dachbeschichtungen aus den neuesten Materialien (zum Beispiel Isonit als hundertprozentiges Reinacrylat mit sehr hoher Deckkraft, Nano Tech oder Polyurethan) mit unterschiedlichen Glanzgraden, die innerhalb von nur zwei Tagen bis ins kleinste Detail realisierbar sind, erzielen einen selbstreinigenden Effekt, sind wetterfest und wasserabweisend, UV-beständig, atmungsaktiv und sie schonen die Umwelt.

Sollte die Dachpfanne jedoch großflächig Risse und Absprengungen oder aufgrund extremer Abnutzungserscheinungen bereits eine geringere Stärke als 1,2 Zentimeter aufweisen, ist es für eine Dach Beschichtung zu spät – das Dach bedarf dann unbedingt einer grundsätzlichen Neueindeckung. Eine rechtzeitige Dachbeschichtung kann diesem traurigen Erwachen allerdings zu einem viel früheren Zeitpunkt gezielt als äußerst solide Präventivmaßnahme vorbeugen.


Dach Sanierung - wie geht man vor?

Die Vorgehensweise einer Dach Beschichtung erfolgt in mehreren Arbeitsschritten, die in einer bestimmten Reihenfolge ablaufen. Im Vorfeld werden Dach und jegliche Anschlüsse überprüft, um eventuelle Schäden zu entdecken und gegebenenfalls fachgerechte Kleinreparaturen bzw. ein sofortiges Auswechseln schadhafter Betondachsteine durchzuführen.

Zunächst wird vor der Dachbeschichtung das gesamte Dacheindeckungsmaterial mit Hilfe von professionellen Dampf- oder Wasserstrahlgeräten auf Hochdruck-Basis (220 bis 280 Bar) gereinigt (Dachreinigung). Sämtliche Verunreinigungen werden auf diese Weise mit ausschließlich reinem Warmwasser ohne chemische Zusatzstoffe entfernt. So wird gewährleistet, dass die Substanz der Dachziegel nicht unnötig angegriffen wird.

Hierfür ist recht viel Feingefühl erforderlich – ein Fachmann ist für die Ausführung empfehlenswert. Mitunter verwenden erfahrene Dachdecker zusätzlich eine spezielle Wasserfräse, um diesen ersten, so entscheidenden Schritt gewissenhaft abzuschließen. Die gründliche Dachreinigung ist unabdingbare Voraussetzung für eine ordentliche und funktionelle Dach Beschichtung.

Nach der erfolgten Entfernung aller Verunreinigungen und dem Austauschen defekter Ziegel werden Dach-Aufbauten und Dachfenster abgeklebt, um diese von der neu aufzutragenden Schutzschicht freizuhalten. Im Anschluss daran wird eine acrylbasierte Grundierung auf die Dachziegel aufgebracht – mit der in der Regel farblosen Grundierung lässt sich sicherstellen, dass die letztendliche Dachbeschichtung auf Dauer gut haftet, somit nicht im Sommer durch Sonneneinstrahlung aufplatzen oder bereits mit einem stärkeren Regenguss wieder weggespült werden kann.

Sobald die Grundierung der Dachbeschichtung, welche mit Fungiziden versetzt vor erneutem Pflanzen- und Pilzbefall schützt, gut angetrocknet ist, ist der richtige Zeitpunkt für die Auftragung der ersten von mehreren Farbschichten gekommen (Vorbeschichtung im gleichen Farbton wie dem des gewünschten Endresultates). Dieser Vorgang wiederholt sich zwei- bis dreimal, um die Dachziegel optimal mit der neuen Beschichtung zu bedecken und zu versiegeln.

Zumindest die letztendliche Farbbeschichtung sollte mit einem RAL-Gütesiegel ausgestattet sein und vorzugsweise aus atmungsaktivem Reinacryl bestehen. Dieser Qualitätsnachweis steht als geprüftes Zeichen für die Gewissheit, dass Feuchtigkeit aus dem Innenraum entweichen kann und somit einer Schimmelbildung vorgebeugt wird, andererseits jedoch ein etwaiges Eindringen von Wasser aufgrund entsprechender Witterungsbedingungen verhindert.


Welche Eindeckung ist für eine Dachbeschichtung geeignet?

Nicht generell jede Dacheindeckung eignet sich für eine Dach Beschichtung. Schiefer lässt sich auf diese Art leider grundsätzlich nicht behandeln.

Bei asbestversetztem Faserzement bietet sich eine Dachbeschichtung auf keinen Fall an, da die sehr feinen Asbestpartikel zum einen in das Wohnumfeld, zum anderen auch in die Räume des Hauses gelangen könnten.

Bei weiteren Fragen über Dachbeschichtungen finden Sie Informationen über Leistungen auf den jeweiligen Anbieter-Seiten.


Weitere Artikel





Anzeigen