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Pelletsheizung

Heizen mit Pellets - Unabhängig und effizient

Haussanierung? Neubau geplant? Der richtige Zeitpunkt, um ernsthaft über eine Pelletsheizung nachzudenken. Immer mehr Hausbesitzer und Bauherren nutzen diese attraktive Alternative zur konventionellen Öl- oder Gasanlage. Die Nutzung fossiler Brennstoffe erweist sich angesichts stetigem Anstieg der Preise als Fass ohne Boden: Umso leichter fällt die Entscheidung für eine zukunftssichere Pelletsheizung.

Neben Pellets Einzelöfen mit Elektroanschluss (wie Kamine im Raum aufzustellen) und Leistungen bis zu 15 Kilowatt lassen sich größere Bedarfe über Zentralheizungen decken, ganz ohne Abgabe von Strahlungs- und Konvektionswärme.


Pellets Herstellung

Info: Pellets (von englisch „Bällchen“) sind kleine kugel- oder zylinderförmige Körper aus verdichteten Materialien, die mit ihrer vordefinierten Größe und Optik an Tierfutter erinnern: Neben Holz Pellets werden auch Futtermittel-, Hopfen- und Strohpellets produziert.

Pellets bestehen vorwiegend aus Sägespänen, wie sie in der Holz-Industrie anfallen. Kein Baum muss sein Leben lassen; es sei denn, er stammt aus einem so genannten Energiewald eines Pellets Herstellers.

Nachdem Fremdmaterialien wie Steine und Metalle entfernt wurden, folgt auf Zerkleinerung und Trocknung der Späne der Konditionierprozess. Das Ziel: Ein einheitlicher Feuchtigkeitsanteil der Holzpellets von zehn bis fünfzehn Prozent. Stärke als Bindemittel kommt hinzu.

Anschließend wird die Masse in einer Matrizenpresse unter Temperaturen von 40 bis 50 Grad in ihre Form gebracht. Nun werden die Pellets auf Längen von 5 bis 45 Millimetern zugeschnitten und luftstromgekühlt ausgehärtet.

Verglichen mit Heizöl und Erdgas (Herstellungsenergie von mehr als zwölf Prozent) punkten Pellets mit lediglich drei bis sechs Prozent der über Pellets verfügbaren Energie. Es wird Wärmeenergie zum Trocknen der Sägespäne (Energie aus Rindenverbrennung und Abwärme) sowie Strom für das Pelletieren selbst und schließlich für den Transport der Pellets benötigt.


So funktioniert die Pelletsheizung

Pellets werden mittels Heißluftgebläse oder Glühstab vollautomatisch gezündet.
Kern der Pelletsheizung bildet die Brennkammer. Eine Steuerung regelt die optimale Balance von Verbrennungsluft, Brennstoffmenge und Temperatur. Der Pelletkessel erwärmt das Wasser im Speicher zur Versorgung der Heizung auf eine vorgewählte Temperatur.

Der Heizwert ist mit 5,0 kWh/kg genormt: Ein Kilogramm Pellets leistet 5 kWh Energie, was etwa einem halben Liter Heizöl oder einem halben Kubikmeter Erdgas entspricht.

Eine klimaneutral arbeitende Pelletsheizung belastet die Atmosphäre der Umwelt nicht: Die bei der Holz-Verbrennung anfallende Menge an CO2 entspricht derjenigen, die zuvor beim Wachstum aufgenommen und gebunden wurde. Wohin mit der Ascheder Holzpellets? Wohl dem, der Garten und Kompost sein eigen nennt: Pellet-Asche ist hervorragender Dünger.

Und: Ein Pelletkessel ist deutlich leiser als ein Ölkessel und nimmt nicht mehr Raum in Anspruch als hergebrachte Systeme.


Das kostet eine Pelletsheizung

Neben Anschaffungs- und Brennstoffkosten fallen Nebenkosten für Wartung und Schornsteinfeger an. Ein guter Pelletkessel schlägt in der Anschaffung je nach Hersteller und Typ mit 5.000 bis 15.000 Euro zu Buche; eine komplett installierte Zentralheizung mit Warmwasserspeicher kostet um 20.000 Euro. Fragen Sie in Deutschland die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nach Zuschüssen für die Errichtung Ihrer Pelletsheizung.


Pellets Lagerung

Je nach jährlichem Wärmebedarf benötigen Sie bestimmte Lagerkapazitäten. Die Faustregel: Ein Kilowatt Heizlast entspricht 0,9 Kubikmeter Lagerraum für die Holzpellets. Planen Sie einen Pellet Gewebetank, sollten Sie mit einem Jahresbedarf von 400 kg pro Heizlast in Kilowatt kalkulieren.

Sorgen Sie für ein komplett trockenes, frostsicheres und gut belüftbares Lager für die Holzpellets: Andernfalls quellen Ihre kostbaren Pellets auf, um schließlich in nutzlosen Abfall zu zerfallen. Feucht verwendet, verursachen Pellets Probleme in Transporteinrichtung und Feuerungssystem.

Gelagert werden Holzpellets in Keller Räumen, Gewebe-Sacksilos oder Erdtanks. Eine Förderung über Saugsysteme schickt die Pellets aus dem Lager sogar über hohe Distanzen von bis zu 25 Metern in Richtung Zentralheizung.


Pelletspreise

Brennstoff-Preise sind vergleichsweise moderat: Eine Tonne Holzpellets ist für etwa 200 Euro zu haben, nach der Heizperiode finden Sie sie auch darunter.

Stiftung Warentest testete Marken-Holzpellets von zehn Herstellern: Alle Produkte erhielten das Prädikat „Gut“. Bewertet wurden vor allem Verbrennungseigenschaften und heiztechnische Aspekte, aber auch Umwelt-Verträglichkeit und Deklaration auf der Verpackung der Holzpellets. Der Wassergehalt der Pellets war niedriger als durch die DIN-Plus-Zertifizierung verlangt; eine Analyse der Asche ergab einen niedrigen Schwefel- und Schwermetallgehalt. Die Deklaration könnte besser sein: Kennzeichnungen zu Produktionsort und –jahr der Holzpellets sind oft unübersichtlich oder unleserlich vermerkt und nicht leicht zu finden.

Wie erkenne ich, ob ich es mit Qualität zu tun habe? Entsprechende Standards sind für Deutschland in der DIN5173 bzw. DINplus, für Österreich innerhalb der ÖNORM M7135 festgelegt. Sehen Sie sich die Pellets genau an: Ihre Oberfläche ist glatt, matt glänzend und ohne Längsrisse. Und die Farbe sagt weniger über die Qualität, sondern vielmehr etwas über Holzarten und regionale Herkunft aus.

Entscheiden Sie sich für Qualitäts-Holzpellets: Sie verbrennen nicht nur effizienter, sondern schonen außerdem Pelletkessel bzw. Ofen und sind wegen ihres geringeren Rinden- und Staubanteil kaum anfällig für Verschlackungen.


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