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Solarzellen Photovoltaik, Solarstrom

Photovoltaik für das Eigenheim

Im Jahr 2009 verdoppelte sich in Deutschland der Ausbau der Photovoltaik. Nicht nur in sonnenverwöhnten Gegenden, sondern auch bundesweit entstanden viele leistungsstarke Solaranlagen. Das bundesdeutsche, im Jahr 2008 beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steht im Dienst des klimaorientierten Ziels, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle oder Erdgas langfristig zu verringern.


Technik: Wie funktioniert Photovoltaik?

Die Umwandlung von Wasserstoff in Helium setzt Strahlungsenergie in Form von Licht und Wärme frei: Insofern liefert die Sonne in einer einzigen Stunde mehr Energie, als die Weltbevölkerung innerhalb eines ganzen Jahres verbraucht. Eine Photovoltaikanlage sorgt für die direkte Umwandlung dieser Energie in elektrischen Gleichstrom. PV Module mit elektrisch verschalteten Solarzellen produzieren Gleichstrom, der mittels der Technik vom Wechselrichter in einspeisfertigem Wechselstrom verwandelt wird.

Solarmodule der Photovoltaik Anlage bestehen aus dünnen Siliziumscheiben mit negativ wie positiv leitender Schicht, in deren Zwischenraum ein elektrisches Feld generiert wird sowie Kontakten auf Ober- und Rückseite. Lichteinwirkung erzeugt in Richtung Minuspol gelenkte Elektronen und dem Pluspol zugeführte Defektelektronen (Löcher). Kontakt mit einem Verbraucher (etwa einer Glühlampe) schickt Elektronen über einen äußeren Stromkreis zum Pluspol: Gleichstrom fließt.


Photovoltaikanlage - die Montage

Unverschattete Südlage und ein Neigungswinkel von 30 Grad gelten als optimal für die Errichtung einer Photovoltaikanlage, doch auch Südost und Südwest sowie Neigungen zwischen 25 und 60 Grad bringen akzeptable Strom-Erträge. Planung: wie groß soll die Photovoltaik Anlage sein? Bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen interessiert der hauseigene Stromverbrauch weniger als die aktuell verfügbare Dach-Fläche. Möchten Sie beispielsweise 1000 Watt (also 1 kWp) erzeugen, sind acht bis zehn Quadratmeter Fläche einzuplanen. KWp (Kilowatt-Peak) steht für die Nennleistung Ihres PV Generators.


Photovoltaik Kosten und Wirtschaftlichkeit - Rechner

Kalkulieren Sie bei der Planung der Photovoltaikanlage pro kWp je nach Größe und Beschaffenheit der einzelnen PV Solarmodule Kosten zwischen 4000 und 6000 Euro. So liefert eine Photovoltaikanlage mit 5 kWp bereits den Jahresstrom-Bedarf einer vierköpfigen Familie. Je leistungsstärker die PV Anlage, desto geringer die relativen Anschaffungskosten für PV Module, Wechselrichter, Gestell, Verkabeln und Installation.

Innerhalb der ersten Jahre arbeitet die Photovoltaikanlage praktisch wartungsfrei und verursacht Betriebskosten von kaum mehr als einem Prozent des Anlagenwertes plus geringer Zählergebühr. Danach ist mit regelmäßiger Wartung der Photovoltaikanlage sowie kleineren technischen Reparaturen zu rechnen. Überlegen Sie auch, ob Sie in eine spezielle Photovoltaik Versicherung gegen Elementarschäden wie Blitzschlag, Sturm und Hagel investieren oder Ihre PV Anlage in die bestehende Feuer- oder Gebäudeversicherung mit aufnehmen möchten: Bei einer Investitionssumme von 100.000 Euro sind hier Kosten in Höhe von 70 bis 150 Euro pro Jahr einzuplanen.


Einspeisevergütung Photovoltaik

Vergütungen für von Photovoltaikanlagen eingespeisten Strom liegen immer höher als die Beträge, die Sie selbst pro Kilowattstunde Verbrauchsstrom aufwenden: Sie wirtschaften also für den bewilligten Zeitraum mit konstanter Vergütung und Rendite, denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet Strom aus Photovoltaik Anlagen für einen Zeitraum von zwanzig Kalenderjahren einschließlich der Monate des Jahres, in dem Sie die Solaranlage erstmals in Betrieb nehmen.

Eingespeister Solarstrom wird üblicherweise komplett an den Netzbetreiber in Deutschland verkauft, der Eigenbedarf (abgesehen von Solarstrom aus Inselanlagen für Gartenlampen oder Teichpumpen) über externen Ökostrom gedeckt.

Für das Jahr 2010 gelten neue, verglichen mit 2009 von bis zu elf Prozent niedrigere, Vergütungssätze für Solarstrom. Entsprechende Degressionssätze orientieren sich an der Leistung von Photovoltaik Anlagen, die innerhalb eines Zwölfmonats-Zeitraums bis zum 30. September der Bundesnetzagentur gemeldet worden sind. Die Einspeisvergütung für Solarstrom aus Photovoltaikanlagen in Cent pro Kilowattstunde beträgt aktuell:

Seit dem 1. Januar 2009 müssen Betreiber von Solaranlagen Standort wie auch Leistung ihrer ab diesem Zeitpunkt neu errichteten Photovoltaikanlage der Bundesnetzagentur formularmäßig melden, sofern diese Strom in öffentliche Netze einspeisen. Für andere EEG-geförderte PV Anlagen für erneuerbare Energien wie Windkraft, Wasser oder Biomasse gilt diese Meldepflicht nicht.

Für Österreich tritt mit Wirkung vom 02.10.2010 eine neue Ökostromverordnung in Kraft: Gebäudeintegrierte Photovoltaik Projekte können auf bessere Förderung hoffen. Fassaden- und Dach-Anlagen-Betreiber erhalten eine Einspeisvergütung von 38 Ct/kWh, vorausgesetzt, die PV Anlage bringt Leistungen zwischen 5 und 20 KW, in der Freifläche entsprechend noch 35 Ct/kWh. Betreiber größerer Photovoltaikanlagen kommen in den Genuss von 33 Ct/kWh.

Wann erhalten Sie Ihr Geld? Zinsnachteile müssen Sie nicht hinnehmen: Entscheiden Sie sich für eine monatliche oder quartalsweise Vergütungsweise.

Ansprechpartner ist der Energieversorger, der folgende Informationen von Ihnen braucht:


Photovoltaik Wirschaftlichkeit - Rechner

Rentiert sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage? Diese Frage kann mit Blick auf die Einspeisevergütung auch bei den aktuellen Bedingungen hinsichtlich der Förderung auf jeden Fall weiter bejaht werden. Dabei gelten jedoch nur PV Anlagen, die ihren Strom komplett und nicht nur in Form von Überschüssen einspeisen, als wirklich wirtschaftlich.

Eines ist Ihre Photovoltaik Anlage in jedem Fall: Wertbeständig. PV Modul Hersteller geben Garantien von bis zu 25 Jahren, die geschätzte Lebensdauer liegt bei mehr als 30 Jahren. Investitionen in Solarstrom lohnen sich, für Sie und die Umwelt.


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