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Energieeffizient heizen und lüften

Intensives Heizen und extensives, wenig effektives Lüften charakterisierten Jahrzehnte mit niedrigen Energie-Kosten (Heizkosten), die zu unwirtschaftlichem Handeln verführten. Auf der anderen Seite offenbart zu sparsames Heizen wie Lüften seine Schattenseiten – durchfeuchtete Wände leiten kostbare Heizenergie bis zu viermal so schnell nach außen ab.

Die meisten von uns verbringen den Großteil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen. Neben baulichen Aspekten bestimmen Luftfeuchtigkeit sowie Luftbewegung und –qualität den Grad an Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad und eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 60 Prozent in der Wohnung werden meist als angenehm empfunden.

Mittels Thermo-Hygrometer, einer Kombination aus Thermometer und Luftfeuchtigkeitsmesser, kann jeder diese Werte regelmäßig überprüfen. Luftbefeuchter dagegen sind oft weniger notwendig als kontraproduktiv, indem sie Keimen attraktive Nährböden bieten.

Je kälter die Wandoberflächen der Wohnung, desto höhere Lufttemperaturen sind für ein behagliches Raumklima erforderlich. Eine gute Dämmung der Außenwand bewirkt höhere Oberflächenwerte - bei gleichbleibender Lufttemperatur. Wer bewusst und richtig heizt und lüftet, senkt den Energieverbrauch.


Tipps: Durch richtiges Heizen und Lüften Schimmel-Befall vorbeugen

Ein gewisser, ungefährlicher Prozentsatz an Schimmel-Sporen in Raumluft, Staub und Zimmerpflanzenerde ist normal. Doch sobald mehr und mehr feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft und man es mit 50 bis 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu tun hat, entfaltet Schimmel sein gesundheitsgefährdendes Wachstum.

Besonders anfällig: Bereiche mit geringer Luftzirkulation hinter Verkleidungen, unter dem Bodenbelag oder in der Nähe von Wärmebrücken (Rollladenkasten oder Fenster-Sturz). Stellen Sie große Möbelflächen nicht nah an die Zimmerwand, sondern mit etwas Abstand auf.

Schimmel schädigt: Er zerstört die Bausubstanz und macht Außenwanddämmungen nahezu nutzlos. Beugen Sie rechtzeitig vor: Wasserdampf, wie er in Bad und Küche entsteht und durch Aquarien, Pflanzen oder trocknende Wäsche in erwärmte Zimmerluft gelangt, muss die Räume schnell wieder verlassen. Denn bei abkühlender Luft setzt sich das Zuviel an Feuchtigkeit als Kondenswasser ab. Je nach Größe der Wohnung fallen täglich bis zu dreißig Liter Wasserdampf an.


Richtig Lüften

Werden während des Schlafens nur 40 bis 50 Gramm Feuchtigkeit pro Stunde in die Raumluft abgegeben, sind es bei mittelschwerer Arbeit bereits 120 bis 200 Gramm. Ein Wannen-Bad bringt es auf stolze 700, ein durchschnittliches Duschbad sogar auf vierstellige 2600 Gramm.

Gutes Durchlüften des Schlafzimmers nach dem Aufstehen vertreibt über Nacht in Luft, Putz und Möbeln angereicherte Feuchtigkeit. Auf Dusch- oder Wannenbad, aber auch Wischen des Bodens oder Kochaktionen folgt eine direkte Stoßlüftung – bei geschlossenen Türen oder ein kurzes Quer-Lüften bei weit offenen, gegenüberliegenden Fenster.

Tipps Faustregel: Je kühler der Raum, desto häufiger ist zu lüften. Räume ohne Fenster sollten mit einer zeituhrgesteuertem Lüftungsanlage ausgestattet werden.

Dauer-Lüften bei gekipptem Fenster kühlt im Winter die Fenster-Laibungen aus – Schimmel droht. Wer dennoch gern kühl schläft, reduziert die Öffnung mittels Feststeller auf ein absolutes Minimum und stellt die Heizung ab. Dauergekippte Fenster sind außerdem Energiefresser – lüften Sie mehrmals am Tag kurz und aber intensiv bei geschlossenen Heizventilen durch: Nur Warmluft verlässt das Zimmer, während Wände und Mobiliar die Wärme halten.

Drehen Sie Heizkörper bei Frost im kalten Winter nur kurzzeitig ab – so verhindern Sie, dass Heizwasser einfriert und der Heizkörper platzt. Spezielle Thermostatventile mit Frostschutzsicherung öffnen sich hier bei 5 Grad oder weniger automatisch. Wer das nicht möchte, schirmt den Fühler einfach mit einem Tuch gegen kühle Frischluft ab.

Und wer sagt, dass Wände atmen müssen? Entgegen alter Ammenmärchen ist eine fachgerecht verputzte Wand nicht nur luft-, sondern auch winddicht. Falls nicht, spürt ein Blower-Door-Test undichte Bereiche auf.


Tipps: Keller richtig lüften

Feuchte Kellerräume müssen nicht sein. Doch gerade während der warmen Jahreszeit kondensiert Luftfeuchtigkeit im Bereich kalter Bauteile, gut sichtbar an frei verlaufenden, schwitzenden Kaltwasserleitungen. Schuld ist oft gut gemeintes, extensives Lüften. Im Sommer genügt es, Keller-Fenster selten und in den kühleren Morgenstunden zu öffnen.


Richtig heizen und somit Heizkosten sparen

Ein Ab-Senken der Raumtemperatur um 1 Grad reduziert die Heizkosten um gute 6 Prozent. Wer also mit 20 statt 24 Grad auskommt, spart bis zu einem Viertel der Heizkosten ein. Bereits 18 Grad Raumtemperatur genügen für einen gesunden Schlaf.

Beheizen Sie Wohnräume neun Monate im Jahr: Stark frequentierte Bereiche sollten immer Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad bieten, Wandoberflächen nie unter 15 Grad auskühlen. Türen zu kühleren, kaum genutzten Räumen in der Wohnung bitte schließen – andernfalls gelangt über die Warmluft der beheizten Wohnbereiche zuviel Feuchtigkeit hinein.

Eigentlich eine Binsenweisheit, aber immer wieder zu beobachten: Heizkörperverkleidungen, Vorhangstoffe oder Möbelstücke, die den Heizkörper an seiner Aufgabe hindern, teure Wärme-Staus verursachen und das Thermostatventil quasi außer Funktion setzen. Schonen Sie Ihr Budget und sparen Sie 20 Prozent und mehr Heizkosten, indem Sie auf solche Konstellationen verzichten. Richtig Heizen und Lüften hilft Heizkosten sparen und so senken Sie auch den Energieverbrauch. Mehr Service Artikel zum Energie Sparen in der kalten Jahreszeit finden Sie auf den folgenden Seiten.


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