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Eigenschaften von Beton als Baustoff

Der nicht nur in Deutschland sondern weltweit momentan beliebteste Massiv-Baustoff wird aufgrund einer großen Reihe von vorteiligen Eigenschaften am meisten für den Bau von Eigenheimen verwendet. Vor allem die Langlebigkeit und die hohe Festigkeit des Baustoffes Beton, welcher in beliebigen Formen herstellbar ist, sind überzeugende Aspekte, die viele Bauherren zu schätzen wissen.

Das ausgezeichnete Schalldämmverhalten von Beton ist der hauptsächliche Vorteil, mit welchem der Baustoff allen anderen bekannten Materialen weit überlegen ist. Dies hat normaler Beton der überaus hohen Rohdichte zu verdanken (zwischen 2000 und 2700 Kilogramm pro Kubikmeter).

Die Kehr-Seite in dem Falle der extremen Dichtigkeit des Betons ist allerdings der Fakt, dass die Wärmedämmeigenschaften auf der Strecke bleiben, die besonders in den nördlichen Breitengraden so eine entscheidende Rolle spielen. Hier hilft nur eine zusätzliche Wärmedämmung für die Außenwände aus Beton.

Auch die auf diese Weise hergestellten Bodenplatten aus Beton, die bei Gebäuden ohne Kellerbereich verlegt werden, bedürfen grundsätzlich einer entsprechenden Maßnahme zur Dämmung, um nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung bestehen zu können.

Porenbeton als spezieller Leichtbeton wiederum eignet sich perfekt für Sichtmauerwerke, da er gute Wärmedämmeigenschaften aufweist. Durch die Beigabe von Zuschlagstoffen wie beispielsweise (Bläh-)Ton oder Bims entstehen Luftporen, die das entsprechende Dämmverhalten positiv beeinflussen.

Der fertige Wandbaustoff Bims als poröses, natürliches Leichtgestein vulkanischen Ursprungs ist nicht nur druckfest und wärmedämmend, sondern auch sehr gut schallisolierend. Auch der in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelte Blähton verfügt über diese vorzüglichen Eigenschaften.


Beton Herstellung und Zusammensetzung

Beton als Baustoff besteht aus einer Mischung von natürlichem Material wie Kies, Sand oder Splitt. Als Binder fungiert dem Wasser beigegebener Zement. Der daraus entstehende Frischbeton wird nach der Verbindung dieser Elemente miteinander in die gewünschte Form gegossen.

Diesbezüglich hat Beton den Vorteil, jeglichen Wünschen passgenau gerecht werden zu können. Grundlage für das Aushärten ist das Wissen umd das Mischverhältnis von Zement und Wasser, der den Wasserzementwert definiert. Mitunter wird zusätzlich mit Betonverflüssiger oder Fließmittel gearbeitet, um das Ergebnis je nach Anforderung zu perfektionieren.

Auf diese Weise ist die Herstellung unterschiedlicher Beton Typen möglich, die bestimmte Merkmale bezüglich Sicherheit, Schallschutz, Tragfähigkeit und Brandschutz aufweisen. Die individuelle Korngröße der verwendeten Zuschläge ist für die Festigkeit des Betons ausschlaggebend. Der Zement ist weniger dafür verantwortlich, überflüssige Hohlräume zu verfüllen – er verbindet lediglich die Zuschlagkörner miteinander.

Folglich kann der so aufgebaute, äußerst kostengünstige Baustoff Beton leicht verdichtet werden und lässt eine gute Verarbeitung zu.


Betonfertigteile für den Hausbau

Die Produktion von Betonfertigteilen bzw. Betontafeln für Wände und Decken, komplette Dächer und sogar vollständige Badezimmerkonzepte erfolgt fabrikmäßig, sodass vor Ort nur noch die Montage derjenigen stattfindet. Innerhalb nur weniger Tage entsteht der gesamte Rohbau von entsprechenden Fertigteil-Systemhäusern unter bravourösen wirtschaftlichen Aspekten.

Anderenfalls – wenn nicht mit Beton Fertigteilen gebaut werden soll –wird der als Ortbeton bezeichnete Baustoff als Rohmasse mit Mischfahrzeugen zur Baustelle transportiert, um ihn vorort zu mischen, mit Hilfe von Schalungen in Form zu bringen, zu verdichten und schließlich zu verbauen.


Stahlbeton und Schwerbeton

Die verschiedenen Typen von Beton bieten extrem vielfältige Einsatzmöglichkeiten für den Hausbau. Unter der Verwendung von beispielsweise Stahlbeton – versehen mit speziellen Einlagen wie Stahlstäben, Drähten oder Matten – wird der Massivbaustoff ganz besonderen Anforderungen gerecht.

Stahl ist in der Lage, starken Zugkräften entgegenzuwirken, weshalb Stahlbeton zum Beispiel oft für den Bau freitragender Treppen genutzt wird. Auch im Hochbau findet Stahlbeton diversen Einsatz. Bodenplatten, Fundamente, Kellerwände als vorgefertigte Betontafeln, Geschossdecken und Stützen erhalten auf diese Weise eine äußerst stabile Basis. Die Abmessungen der Bauteile sind jedoch abhängig von der Stahleinlagengröße und der Größe der beigemischten Zuschlagkörner.

Schwerbeton hat eine Rohdichte von mehr als 2,8 Tonnen pro Kubikmeter, da er schwere Zuschläge wie Stahlgranulat, Eisenerz oder Baryt enthält.


Beton Estrich

Eine weitere Kategorie des Betons ist Bodenestrich (Beton-Estrich). Hierbei wird Estrich als Füllstoff verwendet – dieser legt sich ausgleichend über den Beton und eignet sich somit hervorragend als Wärme- oder Trittschalldämmung bzw. über Fußbodenheizungen.

Faserbeton ist eine spezielle Art des massiven Baustoffes, der eine Beimischung von Stahl-, Kunststoff- oder Glasfasern enthält. Er eignet sich zum Beispiel ideal als Bewehrung. Durch die erhöhte Zugspannung wird Rissen vorgebeugt.

Mit etwa gleicher Unempfindlichkeit wie der des Faserbetons reagiert Spannbeton, welcher vorgespannten Stahl beinhaltet und unerlässlich für den Bau größerer Deckenbereiche in Betracht kommt.

Beton muss nicht grundlegend grau und unansehnlich sein. Sichtbeton taugt mit seiner glatten oder strukturierten, jedoch unbearbeiteten Oberfläche ohne Weiteres zum gestalterischen Element.


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