Bauen & Renovieren | Wohnen & Einrichten | Garten | Dekorieren & Basteln

Bauen & Renovieren

» Bauen
   - Bauweise
   - Baustoffe
   - Immobilien Bewertung
   - Haus Planer
   - Architekt
   - Baumeister
   - Fundament
   - Kellerbau
   - Wärmedämmung
   - Fenster
   - Haustüren
   - Wintergarten
   - Terrassenüberdachung
   - Rollladen
   - Markisen
   - Fertighäuser
   - Carport
   - Briefkasten
» Heizen
» Renovieren
» Energie
» Finanzieren
» Versichern
Home - Bauen & Renovieren - Bauen - Massivhaus

Das Massivhaus - Wertbeständig und wohngesund

Langlebige Massivhäuser punkten weiterhin mit günstigem Marktwert. Versicherungen honorieren die Brandfestigkeit dieser Massivbau-Weise mit günstiger Prämienhöhe für die Kunden. Wasserschäden sind ebenfalls kaum Thema: Wände und Decken aus mineralischem Material sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit und schonen außerdem die Umwelt, gasen nicht organisch aus und überzeugen mit ausgezeichneten Wärmedämmwerten.

Die Außenhaut der Massiv-Häuser ist nach den Vorgaben der Energiesparverordnung wärmezudämmen und zu isolieren. Mauerwerk wie auch Beton bieten guten Schallschutz, und auch der Schutzanstrich ist nur selten zu erneuern.

Allerdings benötigt klassische Massivbau-Weise aus massiven Bauelementen ein wenig Zeit: Das robuste, langlebige Mauerwerk will nicht nur sorgfältig errichtet sein, es muss auch gut durchtrocknen. Eiligeren spart die Verwendung komplett fertiger Steinwände Zeit.

Die Baukosten von einem Massivhaus übersteigen leider die eines Fertighauses. Wer es sich leisten kann, lässt sein Massivhaus schlüsselfertig durch ein Bau-Unternehmen errichten. Alle anderen Bauherren sparen bares Geld, indem sie z. B. den Innenausbau selbst in Angriff nehmen.


Massivbau- welches Wandaufbausystem?

Unterschiedliche Wandaufbausysteme stehen beim Massivbau zur Wahl: Beim monolithischem Wandaufbau bestehen die Außenwände vom Haus aus Mauerwerk sowie Außen- und Innenputz. Der Außenputz wird in mehreren Lagen aufgebracht und enthält bestimmte Zuschläge wie z. B. Polystyrol, der Oberputz ist wasserabweisend, der Unterputz wirkt wärmedämmend.

Einschalige Außenwände können über Dämmplatten (Verbundsystem) wärmegedämmt werden, die verklebt oder über Dübel befestigt werden. Bei zweischaligem Mauerwerk besteht die Außenschale der Häuser aus witterungsresistentem Klinker oder Ziegeln. Dahinter befinden sich Luftspalt, Dämmmaterial (z. B. Polystyrol oder Mineralwolle) und Hintermauerung. Traditionelle Dachkonstruktionen bedienen sich Holzsparren bzw. Holzfetten.


Massiv bauen mit Wohnbeton

Wohnbeton, eine Mischung aus Sand, Zement, Splitt, Kies und Wasser, stellt eine massive Alternative zum traditionellen Massivbau dar. Alle Bauelemente inklusive Bedachung entstehen komplett in industrieller Fertigung, um anschließend an Ort und Stelle montiert zu werden.

Eine andere Variante: Nur die Hauptkonstruktion setzt auf Fertigelemente aus Stahl- oder Spannbeton, während das Mauerwerk mit Hilfe von Ziegeln, Kalksandsteinen, Bims, porigen Gasbetonsteinen oder sogar Mauersteinen aus Polystyrol entsteht.

Der wärmedämmende Leichtbaustoff Bimsstein, ein Produkt gasreicher Lava, besteht zu über 80 Prozent aus Luft. Während der Fertigung im Unternehmen erhalten diese großen Bimsblöcke oder Plansteine zusätzliche Luftkammern, die die hervorragenden bauphysikalischen Eigenschaften dieses temperaturausgleichenden Baumaterials noch verstärken. Bims wird im Trockenmauerverfahren verbaut – Mörtel nicht nötig. Zudem ist Bimsstein baubiologisch unbedenklich und sorgt für ein angenehmes Raumklima im Haus.


Leichter als Luft: Plansteine aus Blähton

Ein weiteres Wärmedämm-Talent: Leichter Blähton, ein Material, das seine vielen kleinen Luftkammern in einem Brennverfahren erhält. Diese per Nutfedersystem verbundenen, luftgeschlitzten Plansteine bestehen aus über Zement gebundenen Blähtonkugeln und erfüllen sogar Brandschutzklasse A. Obwohl relativ formstabil, muss Blähton vor extremerer Druckbelastung leider kapitulieren.


Massivhausbau mit Ziegeln

Moderne Massivbau-Weise muss vor allem Eines sein: Gesund. Niemand muss Schadstoffe in Wohnräumen tatenlos hinnehmen. Dennoch leiden in Deutschland über 16 Millionen Bundesbürger unter Asthma oder Hautirritationen, verursacht durch ungesunde Wohnbedingungen. Wer bei der Errichtung von seinem Traumhaus hohe Ansprüche an Lebens-Qualität stellt, kommt an einem nach baubiologischen Grundsätzen erstellten Massivhaus nicht mehr vorbei.

Beim Bau eines umweltgerechten Wohlfühlhauses mit ökologischem wie ökonomischem Anspruch werden ausschließlich Baustoffe verarbeitet, die nach enggefassten Richtlinien auf ihre Gesundheitsverträglichkeit getestet wurden. Auch während der Verarbeitung stellt eine fortlaufende Qualitätskontrolle auf der Baustelle sicher, dass nicht nur Basismaterialien, sondern auch Hilfsmittel wie z. B. Dichtungsmasse möglichst schadstofffrei sind.

Emissionsgeprüfter Tonziegel erweist sich als idealer Wandbaustoff: Seine Hohlräume enthalten mineralische Dämmstoffe wie beispielsweise Perlit – ein zusätzliches Dämmen der Außenwand entfällt so komplett. Tonziegel wirken wie natürliche Klimaanlagen. Neben Brandsicherheit der Feuerwiderstandsklasse F90 sind Ziegel sehr winddicht, stabil und dabei druckfest.

Die Eindeckung vom Massivhaus besteht aus Tondachziegeln, die Dachdämmung aus Hanf. Ein nur leicht geneigtes Dach ohne Dachüberstände unterstützt das funktionelle Konzept dieses Massivbaus. Und in die Zinkblechdeckung eingesetzte Dachfenster sucht man bei diesen Klima- und Feuchteschutz verpflichteten Haus-Bauten vergebens.

Rotkalk kommt beim Innenputz zum Einsatz. Dieses Material hemmt Pilz- und Bakterienwachstum – für ein angenehmes Innenklima. Rotkalk nimmt Feuchtigkeit der Raumluft auf, um sie später wieder abzugeben.

Tauwasser? Kein Problem: Ziegelmauerwerk verhindert, dass die Wärmedämmung durchfeuchtet – bei Zusatzdämmung ist der Taupunkt fast immer im Inneren der Dämmschicht angesiedelt. Doch Tauwasser verringert die Dämmleistung. Ein diffusionsfähiger Baustoff wie Ziegel trocknet schnell durch, bevor Tauwasser die Dämmung erreicht. Luftröhrchen nehmen die Feuchtigkeit auf.

Noch ein Plus: Schädlinge beißen sich an Ziegelbauten buchstäblich die Zähne aus. Wer auf langlebige Spezialziegel setzt, freut sich über einer robuste Gebäudesubstanz, ganz ohne chemische Keule. Daneben sind natürliche Ziegel unverrottbar und geben keine Schadstoffe an die Raumluft ab – für ein angenehmes Wohnklima im Traumhaus.


Mit porosierten Ziegeln Heizenergie sparen

Naturnahe, individuelle Ziegel Massivhäuser mit offenem, sonnendurchflutetem Konzept und großzügigen Fensterflächen, deren Verglasungen sogar über Eck verlaufen, sorgen zusammen mit dem Ziegel-Mauerwerk für ein passiv generiertes Solarenergie-Plus.

Hier wird gezielt gespart: Ziegel mit sehr feinen Kapillaren speichern die Wärme; auch ein zeitweiliges Zwischenspeichern der Sonnenwärme verhindert, dass Wohnräume im Sommer überhitzen. Eine Verbundsystem-Wärmedämmung (WDVS) unterstützt energieeffizienten Klimaschutz.

Baulicher Wärmeschutz setzt auf über 20 Zentimeter starkes Mauerwerk aus Hochlochziegeln plus einer gut zehn Zentimeter starken Wärmedämmung aus Mineralfaser. Ergebnis: Wärmedurchgangswerten um 0,26 W/m²K. Und da Sonnenwärme zwischengespeichert und erst gegen Abend abgegeben wird, werden auch die nach DIN 4108-2 geforderten Raumtemperatur-Grenzwerte mühelos eingehalten – ganz ohne aufwändigen Sonnenschutz und Extra-Belüftung.

Auch Passivhäuser, Effizienzhäuser und Null-Energie-Gebäude sind in Ziegel Massivbauweise ohne Zusatzdämmung realisierbar. Diese porosierten Planziegel punkten mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit von 0,09 W/mK und weniger und ermöglichen so CO2-arme Wohnlösungen. Meist sind sie in Leichtmörtel zu verarbeiten. Bei Blockziegeln mit Verzahnung kann auf die Vermörtelung der Stoßfugen verzichtet werden. Das Ganze erhält eine Endbeschichtung aus mineralischem Leichtputz.

Im Trend: Niedrigenergiehäuser in monolithischer Ziegelbauweise. Hier liegen alle beheizten Bereiche im Haupt-Haus, die kubische Form sorgt für ein Idealverhältnis von Gebäudehülle (A) zu Gebäudevolumen (V).

Doch wie gesund lebt es sich wirklich im Massivhaus? Diese fertigen Massivhäuser durchlaufen selbstverständlich eine Abschlussprüfung durch einen unabhängigen Gutachter, der die Raumluft auf Emissionen von Formaldehyd, Feinstaub oder flüchtige organische Stoffe (TVOC) untersucht. Werden Grenzwerte deutlich unterschritten, gilt die Prüfung als bestanden. Gesundes Raumklima wird sogar sichtbar: Parkettleger beklagen oft Fugenbildung im Material durch zu trockene Raumluft – bei einem gesunden Massivhaus tut sich hier sogar während der kalten Jahreszeit absolut nichts.

Niemanden überrascht, dass Ziegel Massivhäuser der Erfahrung nach auch nach vielen Jahrzehnten noch attraktive Wiederverkaufspreise erzielen: Ihre wertbeständige Gebäudesubstanz ist zur Freude der Bauherren praktisch wartungsfrei.


Weitere Artikel





Anzeigen