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Wasser Teich Pflanzen

Seerosen und mehr - attraktive Teich Pflanzen

Grüne Teichpflanzen verwöhnen das Auge und spenden Schatten: Unterschiedlichste Kleinlebewesen finden hier Unterschlupf, Fische einen willkommenen Rückzugsort und Laichgrund.

Auch für die Wasserqualität ist die Wahl der passenden Teichpflanzen entscheidend: Wasserpflanzen gelingt, was herkömmliche Technik nur unzureichend schafft – eine Sauerstoffsättigung von bis zu 100 %. Dafür verlangen schnellwachsende Arten ausreichend Nährstoffe. Wichtiger Vorteil: An der Oberfläche schwebende oder fadenförmige Algen können sich so kaum behaupten.

Besitzer von Koi- oder Schwimmteichen sollten Pflanzbereiche gezielt vom restlichen Teichbereich abgrenzen, wenn sie nicht möchten, dass sich die Fische über die Teichpflanzen hermachen oder den Teichgrund an unpassender Stelle aufwühlen. Und Badende können auf Pflanzschlingen, die sich beim Schwimmen um Beine und Arme wickeln, sicher auch verzichten.

Neben der Tiefwasserzone besitzt der Gartenteich Sumpfzone und Flachwasserzone – alle gehen fließend ineinander über. Entsprechend existieren Tiefwasser-, Sumpf-, Schwimm- und Uferpflanzen. Welche Wasserpflanzen sind innerhalb unserer Klimazone besonders geeignet?


Seerose

Seerosen als ultimative Schwimmblattpflanzen sind ein Muss? Jedenfalls nach Meinung zahlreicher Gartenteichfans. Zu Recht: Die Artenvielfalt der Seerose mit unzähligen Farben und Dufttönen ist beeindruckend. Einige Seerosen Arten öffnen die Blüten ausschließlich bei Regen, andere blühen unbeeindruckt bis zum ersten Herbstfrost und überwintern problemlos im Teich.

Im Allgemeinen bevorzugen Seerosen einen sonnigen Standort. Das Wuchstempos ist wiederum sehr unterschiedlich: Manche Arten durchwuchern eine Teichanlage in kürzester Zeit. Da Seerosen alle vier bis fünf Jahre zu teilen sind, könnten hier Probleme entstehen.


Wasserhyazinthe

Wen langweilt, was alle haben, kann sich vielleicht für den leuchtend violetten Blütenreichtum der dickstieligen Wasserhyazinthe erwärmen. Diese hübsche Teichpflanze liebt nährstoffreiches Wasser und ist daher als Filterpflanze für den Fischteich ideal.

Nachteil: Da die Wasserhyazinthe stark wuchert, kommt man um regelmäßiges Ausdünnen kaum herum – es sei denn, man möchte erleben, wie der unter ihr gleitende Fischbestand angestrengt nach Luft schnappt.


Kalmus

Bunter Kalmus, eine schilfähnliche, ostasiatische Flachwasserpflanze, wächst aus einem kriechenden, bis zu 50 cm lang werdenden Wurzelstock und besitzt imposante, schwertförmige Blätter mit gewelltem Rand. In warmen Sommern blüht der Bunte Kalmus mit bis zu 7 cm langen, grünen Blütenkolben, die später rote Beeren entwickeln.

Wie die meisten Schilfarten ist auch diese Teichpflanze anspruchslos und dabei außerdem winterhart. Daneben ist Kalmus für seine aphrodisierende, appetitanregende Wirkung bekannt: Aromatische Bitterstoffe beleben den Verdauungstrakt.


Bärenfellschwingel

Der in den Pyrenäen beheimatete Bärenfellschwingel ist eine robuste, leuchtend blaugrüne Süßgrasstaude mit samtartigem Kugelwuchs. Im Winter zieht diese Wasserpflanze alle Blicke auf sich, zwischen den Grashaaren apart bereift oder pudrig verschneit. Diese Teichpflanze liebt einen feuchten, halbschattigen Standort am Rand des Teiches, z. B. am Gartenweg zwischen Blühpflanzen oder Steinen. Obwohl diese Pflanze viel Gießwasser verlangt, ist ihm die Staunässe der Sumpfzone bereits zu feucht. Bei guter Pflege entfaltet er im Juni und Juli gelbgrüne Blüten.


Krebsschere

Die weißblühende Krebsschere, eine Wasseraloe, hält ein Drittel ihrer Blätter über der Wasseroberfläche in die Sonne und gedeiht am besten in kalkarmem, nährstoffreichem Wasser, um auf bis zu 40 cm hochzuwachsen. Ein konstanter Wasserspiegel mit kaum merklicher Strömung wird dankbar angenommen.

Die nützliche Krebsschere bindet Phospor und Kalium – Eigenschaften, die für den Lebensraum Teich sehr nützlich sind. Außerdem zieht diese Wasserpflanze Libellen magisch an. Mit kapselartigen Früchten passt die Krebsschere exzellent in mediterrane Gartenanlagen, wo der Gartenteich den konzeptionellen Höhepunkt bildet.


Sumpfdotterblume

Ebenfalls ein Klassiker unter den Wasserpflanzen ist die in Sumpf- oder Flachwasser gedeihende, kleinwüchsige Sumpfdotterblume, die direkt zu Frühlingsbeginn mit runden, goldgelben Blüten austreibt: Jetzt ziehen auch Gräser, Bambus, Binsen und alle anderen Wasserpflanzen nach.

An moorig-lehmigem Standort gut mit Nährstoffen versorgt, blüht die Sumpfdotterblume im Hochsommer erneut und wächst üppig – ohne Pflanztopf eingesetzt, entsteht bald ein kräftiger, großer Wurzelballen. Diese Wasserpflanze ist winterhart: Entfernen Sie im Herbst einfach welke Stengel und Blätter.


Sumpfvergissmeinnicht

Ausgesprochen beliebt: Das feuchtigkeitshungrige Sumpfvergissmeinnicht, das in Sonne bis Halbschatten am und im Gartenteich gedeiht und den ganzen Sommer über strahlend himmelblaue Blüten präsentiert. Mit 10 cm ist die Pflanztiefe vergleichsweise gering – auch im Balkonteich wächst das Sumpfvergissmeinnicht prächtig.


Wollgras

Unübertroffen exotisch: Das in Südafrika und der Karibik beheimatete Wollgras. Diese Sumpfpflanze mit ihren hellweißen Fruchtbüscheln erinnert nicht von ungefähr an die Baumwolle: Ihr ureigener Standort ist die Streuwiese mit saurem Moorboden – womit das Wollgras als Wasserpflanze für Koi- und Fischteich ausscheidet. Direkt neben der Teichanlage gepflanzt, hat es eine bessere Chance. Gewusst? Mit den Wollgrashärchen lassen sich auch Kissen komfortabel ausstopfen.


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