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Besteck Set

Genuss pur mit gutem Besteck

Das Besteck hat als tägliches Gebrauchsutensil bisher eine extrem lange und bedeutsame Geschichte durchlebt. Die Verwendung verschiedenster Materialien für Messer, Gabel und Löffel hat sich im Wandel der Zeit über mehrere Jahrhunderte hinweg mit Hilfe immer fortschrittlicherer Herstellungsmethoden ständig weiterentwickelt und hält auf diese Weise bravourös mit dem heutigen Lebensstandard mit.

Bestecke glänzen derweil nicht nur als Prestige-Objekt mit einem besonders formschönen Design, sondern sind vor allen Dingen auch den modernen Anforderungen wie möglichst geringem Pflegeaufwand und dauerhafter Haltbarkeit gewachsen.

Seit dem 19. Jahrhundert ist das Essbesteck typischer Bestandteil nahezu aller Haushalte in unseren Breitengraden und besonders hochwertige Ausführungen – passend im Set zum Tafelgeschirr – erlangen heute in vielen Familien regelrechten Status-Charakter. Das Geschirr Essbesteck gilt sozusagen als traditionelle Legende und wird recht oft zum würdigen Begleiter junger Paare ab dem Tag der Hochzeit (großzügig vererbt oder in Form einer Neu-Beschaffung).


Aus welchen Materialien das Essbesteck gefertigt wird

Erste Esswerkzeuge dieser Art wurden in weitreichender Vergangenheit aus Materialien wie Eisen, Messing, Kupfer, Bronze und Zinn angefertigt. Sie waren die stolzen Vorläufer für das später mehr und mehr bevorzugte Silber-Besteck.

Während Bestecke aus Eisen aufgrund ihrer rostenden Eigenschaft keine dauerhafte Lösung darstellten, sind antike Exemplare aus Kupfer teilweise noch heute gut erhalten. Ebenfalls machten Messer, Gabel und Löffel aus gegossener Bronze (Kupfer-Zinn-Legierung) als haltbare Gegenstände Furore – allerdings erwies es sich als Makel, dass diese Bestecke mit der Zeit dunkel anlaufen.

Auch das wertvoll goldig glänzende Gold- bzw. Tafelmessing (ebenfalls eine Kupfer-Zinn-Legierung mit prozentual festgelegten Anteilen) wurde schnell zu einem sehr beliebten Besteck Material, war jedoch mit diesem als unästhetisch empfundenen Nebeneffekt ebenso gekennzeichnet. Das sogenannte „nordische Gold“, welches neben hohem Messing- und Kupferanteil auch mit geringen Mengen an Zink, Zinn und Aluminium gefertigt wurde, brachte bereits bessere Ergebnisse.

Später siegte das allseits geschätzte, höchst wertvolle, wärmeleitfähige und als hygienisch geltende „Tafelsilber“ für einen sehr langen Zeitraum. Das säureresistente Metall übertraf sämtliche zuvor verwendeten Materialien aufgrund der für diesen Zweck hervorragend geeigneten Nutzeigenschaften – dennoch machte sich eine äußerst sorgfältige Pflege erforderlich, damit auch das Silber-Besteck nicht anlief.

Nicht zu vermeiden war und ist allerdings der Fakt, dass schwefelhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Kartoffeln, Fisch und Eier das Silber-Besteck angreifen und sogar den Geschmack der Fisch- oder Eigerichte verändern. Die Hersteller entwickelten deshalb spezielles Fischbesteck in meist leicht vergoldeter Form sowie Messerklingen aus Stahl, und für Mahlzeiten mit Eiern oder Kaviar kamen Materialien wie Horn, Perlmutt und – zu einen späteren Zeitpunkt – Plastik zum Einsatz.

Das teure, massive Silber-Besteck veranlasste bereits im Jahre 1824 die deutschen Hersteller (WMF, Zwilling, Auerhahn), Ersatzmaterialien wie etwa das beinahe korrosionsfeste „Neusilber“ zu entwickeln, welches kein echtes Silber beinhaltete, sondern aus einem Gemisch von Kupfer, Zink und Nickel bestand (die neue Materialzusammensetzung wurde als Argentan bezeichnet).

Britanniametall aus Zinn und Antimon wurde unter anderem als weitere Variante zur Herstellung der Bestecke verwendet. Die viel kostengünstigeren Imitate konnten je nach Belieben mehr oder weniger mit dem Verfahren der Galvanisierung versilbert oder auch dekorativ vergoldet werden. Eine eingestempelte Zahl informierte ab 1850 genauer über das anteilige Reinsilber in den Essbestecken.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte eine Rohstoffknappheit mit sich, sodass Aluminium als Alternative für die Herstellung von Besteck Set verwendet wurde. Während die leichtgewichtigen Produkte aus Aluminium, die als weitgehend korrosionsbeständig und gesundheitlich unbedenklich galten, in der ehemaligen DDR weiterhin über die 1930er Jahre hinaus beibehalten worden sind, begann im westlichen Landesteil Deutschlands die Aera der Edelstahl Bestecke für Privathaushalte, eine optisch echte Konkurrenz für das Silberbesteck, die zuvor nur in Kantinen und Restaurants geläufig war. Besteckset von WMF, Zwilling, Auerhahn mehr-teilig im online shop zum günstigen Preis neu kaufen.

Aluminium offenbarte jedoch einige Nachteile – graue Verfärbungen an den Speisen fielen auf, die mangelnde Kratzfestigkeit des Materials und seine empfindlichen Reaktionen auf säurehaltige Gerichte. Heute sind Aluminium Bestecke fast vollständig aus dem Rennen, da sie für Spülmaschinen nicht unbedingt geeignet sind.

Edelstahl wiederum kann unschlagbare Vorzüge vorweisen: Die auf diese Weise hergestellten Essbestecke (WMF, Zwilling, Auerhahn) erfordern kein lästiges Putzen, sind dabei rostfrei, kratzfest und formbeständig und zudem absolut geschmacksneutral. Jedoch sollte Edelstahl Besteck bereits kurz nach dem Gebrauch gespült und getrocknet werden.

Zur etwa gleichen Zeit gewann das vollsynthetische Plastik Besteck Set zunehmend an Bedeutung. Durchsetzen konnte sich vorerst das innovative Material Bakelit, um 1949 kostengünstigeres Acryl. Für Salatbestecke, Dessert- und Eierlöffel sowie Einweg-Bestecke für den Schnell-Imbiss war mit diesen Kunststoffen als „modernes Aluminium“ ein zweckmäßiger Favorit gefunden.

Mittlerweile gibt es auch aus diesem Material wahrhaft formschöne Designer Bestecke, die mit langer Haltbarkeit glänzen und das allgemeine Image als Wegwerfartikel längst abgelegt haben. Besteckset von WMF, Zwilling, Auerhahn mehr-teilig im online shop zum günstigen Preis neu kaufen.


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